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Alte Liebe rostet nicht: Kürbiscremesuppe mit Sternanis nach Stevan Paul & eine Ankündigung

Kürbissuppe nach Stevan Paul | milchmädchen.

Ich glaube, es war Anke, die mich einst auf diese Suppe brachte. Die mich durch mein Studium brachte, weil ich sie in handliche Portionen gefroren vorzuhalten pflegte, um sie, wenn ich – spät, durchgefroren, müde – nach Hause käme, würde aufwärmen können – und mich selber gleich mit.

Dieses Studium ist, die Älteren erinnern sich, ein paar Tage her. Aber die Erinnerung an das Denken, das Lernen, das Wachsen noch warm. Und wurde warmgehalten von Anke, deren Gang durch ihr Studium ich von Tag 1 an verfolgte. Ihr Denken, ihr Lernen, ihr Wachsen. Stets ein klein wenig neidisch, weil ich damals am liebsten auch nicht aufgehört hätte. Einfach weitergemacht – so wie sie, die inzwischen Frau Doktor heißt.

Nun: Der Grund, weshalb es hier in jüngerer Vergangenheit eher ruhig war und möglicherweise bleiben könnte, ist: ich darf auch. Ich darf jetzt, sechs Jahre nach meinem Abschluss, wieder denken, wieder lernen, wieder wachsen. Und ich kann es manchmal selber noch nicht fassen, dass dieser alte, schöne Traum Wirklichkeit werden soll.

Vermutlich werde ich mir bald in den Hintern beißen – dafür, dass ich einen soliden, handelbaren Job eintausche gegen etwas, das ich noch überhaupt nicht absehen kann. Das anstrengend werden könnte, vielleicht manchmal sogar richtig besch***. Auf das ich mich trotzdem wie blöde freue.

Der einzige, fette Wermutstropfen: Wir müssen von hier weg. Nicht nur darum – aber eben auch. Freilich: Wir kommen zurück in den Norden – dorthin, wo eine andere Liebe begann. Trotzdem: Der Ausblick, der Dialekt, die Menschen – tout ça me manquera.

Ich hoffe, man kann manches davon aufwärmen. Wie diese Suppe.

Kürbiscremesuppe mit Sternanis nach Stevan Paul

Gericht Suppen & Eintöpfe
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Portionen 4 Portionen

ZUTATEN

  • 1 Kürbis mindestens 1 kg
  • 150 g Kartoffel
  • 1 Apfel gern Elstar
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 1 Sternanis
  • 250 ml Sahne original: 200 ml
  • 800 ml Gemüsebrühe hier: Augenmaß
  • 1 EL Honig
  • ¾ – 1 TL Salz
  • schwarzer Pfeffer frisch gemahlen

SO GEHT’S

  1. Kürbis waschen, putzen, entkernen und in nicht zu kleine Würfel schneiden. Kartoffel und Zwiebel schälen und würfeln. Apfel entkernen und würfeln.
  2. Butter in einem ausreichend großen Topf aufschäumen und die vorbereiteten Apfel- und Gemüsewürfel darin zusammen mit dem Sternanis einige Minuten andünsten. Mit Sahne und Brühe auffüllen, bis die Würfel gerade bedeckt sind. Honig einrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Ohne Deckel 15 – 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist (Messerprobe).
  3. Sternanis entfernen und Suppe glatt pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Im Òriginal gehört eine Einlage aus gerösteten Kürbiskernen und Mandelblättchen, Saurerrahm, und Essig dazu (siehe hier). Hier gibt es eher scharf angebratenen Räuchertofu, Wienerle, Pilze, Nudeln o. Ä. dazu.

NOTIZEN

nach Stevan Paul/Katharina Seiser: Deutschland vegetarisch.

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CategoriesAllgemein
  1. Stefanie says:

    Herzlichen Glückwunsch zur Promotionsstelle! Das klingt nach einem großen neuen Abenteuer!
    Und Kürbissuppenwetter ist auch, von daher hüpft diese Variante direkt auf die Kochliste!

    1. Danke, Steffi! Ich freue mich wirklich riesig: am alten, tollen Institut, in einem spannenden Projekt, mit 1A-Betreuung & Tiptop-Stellenausstattug… fast zu toll, um wahr zu sein 😉!
      Herzlich: Charlotte

  2. Kathi says:

    Oh ich gratuliere sehr und wünsche weiterhin viel Freude und Spaß am Lernen. Die Bergsehnsucht kann ich sehr gut nachvollziehen, aber es ist ja vielleicht auch nicht für immer.. Alles Gute dir/euch!

  3. Sabine B. says:

    Liebe Charlotte,
    Veränderungen sind nie ganz einfach, aber oft bringen sie einen weiter, und so klingt das auch bei Dir. Das ist ja ein ganz schöner Sprung, den Ihr da vorhabt…
    Liebe Grüße,
    Sabine B.

    1. Liebe Sabine – zum Glück geht’s zurück in die alte Heimat. Das macht den Abschied ein bisschen leichter. Plus: Unser beider neuen Jobs versprechen wieder richtig schön viel Brainfood – als Pull-Faktor nicht zu unterschätzen!
      Herzlich: Charlotte

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