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Carbonara. Auf Pizza. Ohne Cola. Lecker.

Pizza alla carbonara | milchmädchen.

„Wir könnten auch heute Pizza essen“, sage ich zum Kerl, der mit mir durchs Fenster in den tropfenden Himmel stiert. „Wir könnten“, sagt der Kerl nach einer kleinen Weile, „auch heute Pizza essen.“
Und so kam es, dass wir Pizza aßen (Statt Linsen, für die wir einmal quer durch die Stadt hätten radeln müssen. Im Regen).

Und zwar die, die er vorher etwas schmählich als „sieht-aus-wie-schonmal-gegessen“ tituliert hatte. Was mir wiederum nicht einleuchten wollte, denn wie kann etwas verlockender anmuten, köstlicher, als ein goldbraun gebackener, herrlich bubbeliger Pizzaboden, auf dem sich langsam eine Sauce aus Parmesan und Eiern verteilt, in die wiederum feine Speckwürfelchen rieseln? Zumal allein die Vorstellung: Pizza mit Käse UND Ei UND Speck – also alldem, was schon in Kombination mit Pasta so unheimlich unschlagbar ist…

Überhaupt habe ich einen kleinen Narren gefressen an diesem Blog, von dem schon die Miso Ramen stammen und dessen Dan-Dan-Nudeln ich ebenfalls hochüberzeugend fand. Die Bilder, Ideen… .
Und, ach ja, diese Pizza, auf der die Kombination von Käse UND Ei UND Speck tatsächlich so gut IST, wie sie sich anhört.
Fand sogar der Kerl. Der zwar seinen Evergreen Paprika-Salami-Schinken darum nicht vom Thron stoßen mag, aber so viel der Ehre muss es für den Anfang vielleicht auch gar nicht sein.

Die Linsen gibt’s morgen.

Pizza alla carbonara

Gericht Hauptgericht, Quiche, Tarte & Pizza
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Arbeitszeit 35 Minuten
Portionen 2 Portionen

ZUTATEN

  • 500 g Pizzateig nach Wahl siehe Notizen

BELAG

  • 75 g Parmesan
  • 2 Eier Gr. M
  • 15 ml Milch oder Sahne
  • ½ TL schwarzer Pfeffer ganz
  • 50 g Schinkenwürfel oder: in Scheiben
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Zweige Thymian oder 1 TL getrockneter
  • 65 – 80 g Mozzarella
  • Salz
  • Parmesan gerieben
  • schwarzer Pfeffer

SO GEHT'S

  1. Pizzastein im Ofen bei Ober-/Unterhitze rechtzeitig auf höchster Stufe vorheizen – idealiter im oberen Drittel, damit die Sache mit dem „Goldbraun“ klappt.

  2. Für den Belag grob zerkleinerten Parmesan mit Eiern, Milch oder Sahne und Pfefferkörnern im Alleszerkleinerer zu einer homogenen Masse pürieren.
  3. Knoblauch schälen, andrücken und zusammen mit den Speckwürfeln und dem Thymian knusprig braten – je nach Fettgehalt der Würfel eventuell ein kleines bisschen Öl dazugeben.
  4. Die Teigportionen auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit den Handballen flachdrücken und vorsichtig in die gewünschte Größe ziehen und drücken – keinesfalls rollen, sonst wird der Teig zäh! Dabei einen ausreichend dicken Rand stehen lassen, sonst läuft später die Eierfülle in alle Richtungen davon.
  5. Böden mit Mozzarellafetzen belegen und fein salzen. Nacheinander auf dem Pizzastein etwa fünf Minuten lang goldbraun backen. Herausholen, mit je der Hälfte des Eier-Käsepürees begießen, mit Speckwürfeln bestreuen und mit geriebenem Parmesan berieseln. Nochmals für zwei Minuten in den Ofen schieben.

NOTIZEN

nach Lady and Pups

Zum Pizzateig: Unser Lieblingspizzateig ist inzwischen der Pizzateig mit Festem Starter nach Cookingaffair. Platz Zwei gebührt Stefanie Herberths Pizzateig mit Süßem Starter TA 150. Der Slo-Mo-Hefewasser-Pizzateig ist ähnlich gut, braucht jedoch vier bis fünf Tage Vorlauf. Wer keinen Süßen Sauerteig bzw. Hefewasser hat, greift auf den Pizzateig di grano duro nach Lutz Geißler mit normaler Hefe zurück. Wenn es schnell gehen muss, gäbe es noch einen Quick-Fix, ebenfalls nach Lutz Geißler. Und die Experimentierfreudigen unter Euch nehmen Pizzateig mit Sauerteig TA 200.

Meine Tipps fürs Pizzabacken in der 0815-Einbauküche findet ihr hier »

Schneller Pizzateig

Gericht Grundrezept, Quiche, Tarte & Pizza
Vorbereitungszeit 5 Minuten
Zubereitungszeit 40 Minuten
Rastzeit 3 Stunden
Arbeitszeit 45 Minuten
Portionen 2 Pizzen

ZUTATEN

  • 30 g ASG hier vom Roggensauer (original: Weizensauer)
  • 1 g Trockenhefe original: 3 g Frischhefe
  • 180 g Wasser 30°C
  • 255 g Weizenmehl T 550
  • 30 g Emmervollkornmehl original: Dinkelvollkornmehl
  • 9 g Olivenöl
  • 6 g Salz

SO GEHT'S

  1. Anstellgut und Hefe in die Schüssel des Kneters geben und im Wasser auflösen. Übrige Zutaten zugeben und fünf Minuten auf kleinster und zehn Minuten auf zweiter Stufe zu einem mittelfesten und glatten Teig kneten (Teigtemperatur 26°C). Abgedeckt zweieinhalb Stunden bei Raumtemperatur (ca. 20°C) reifen lassen, dabei alle 30 Minuten dehnen und falten. Der Teig sollte sich im Volumen verdoppelt haben und idealiter große Blasen schlagen (hier: leider nicht).
  2. Teig in zwei Teile à 250 Gramm portionieren und schonend rund einschlagen. 30 Minuten mit Schluss nach oben entspannen lassen.
  3. Teiglinge umdrehen und mit den Fingerspitzen ringsherum einen Rand abdrücken. Vorsichtig dünn ausziehen, dabei einen ausreichend starken Rand stehen lassen. Im vorgeheizten Ofen mit Backstein bei 250°C ca. 8-10 Minuten backen.

NOTIZEN

nach Plötzblog

Zum Pizzateig: Unser Lieblingspizzateig ist inzwischen der Pizzateig mit Festem Starter nach Cookingaffair. Platz Zwei gebührt Stefanie Herberths Pizzateig mit Süßem Starter TA 150. Der Slo-Mo-Hefewasser-Pizzateig ist ähnlich gut, braucht jedoch vier bis fünf Tage Vorlauf. Wer keinen Süßen Sauerteig bzw. Hefewasser hat, greift auf den Pizzateig di grano duro nach Lutz Geißler mit normaler Hefe zurück. Wenn es schnell gehen muss, gäbe es noch einen Quick-Fix, ebenfalls nach Lutz Geißler. Und die Experimentierfreudigen unter Euch nehmen Pizzateig mit Sauerteig TA 200.

Meine Tipps fürs Pizzabacken in der 0815-Einbauküche findet ihr hier »

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  1. Christina says:

    Lecker, dein Pizza-Rezept! Habe ich noch nie gesehen oder gegessen. Bei uns gabs gestern übrigens auch Pizza, aus dem gleichen Grund 😉
    Ganz liebe Grüße, Christina

  2. Netzchen says:

    hallöchen liebes Milchmädchen,

    ja, schau dir mal dieses herrliche Bild von dir an! Echt lecker und mit dem perfekten Text noch dazu – wow, also in wohne ja in Österreich, du in Deutschland vermute ich mal, oder?
    Da würde ich echt mal eine Autofahrt in Kauf nehmen, weil es sooo lecker aussieht, ich will es ja auch nicht mal nachkochen, weil ich glaube es schmeckt nur von dir so leeeecker – kennst du das??
    Es gibt Sachen, wie das gefüllte Hühnchen bei meiner Schwägerin, die will ich nicht mal nachkochen, weil ich es einfach genieße alleine der Duft wenn man den Raum betritt – herrlich, naja, so geht es mir mit diesem Gericht von dir!

    lg Netzchen

  3. Oha, und dabei hatten wir nur die Kerlekamera, die zwar ganz passable Bilder schießt, aber ich würde sagen: Nicht gegen (m)eine DSLR ankommt. Überhaupt könnte das logistisch – Österreich-Norddeutschland – a bisserl schwierig werden… ich schreib's mir aber hinter die Ohren… denn: wer weiß schon…?

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