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Kombinatorik: Rhabarber-Tarte mit Blätterteig und Kardamom-Sauerrahm-Guss

Rhabarber-Tarte mit Blätterteig und Kardamom-Guss | milchmädchen.

Vielleicht geht dieser Kuchen ganz anders.* Ich weiß das nicht, weil ich im Prinzip nichts von ihm weiß. Alles, was ich kenne, ist sein Bild. Es prangt hier über einer Sammlung von Rhabarberrezepten – unter denen man seinesgleichen jedoch sucht. Und weil mein Hilfeersuchen unbeantwortet blieb, sich dieses Bild aber längst in mein Hirn gebrannt hat, habe ich mir meine eigenen Gedanken gemacht.

Wie leicht sich Blätterteig herstellen lässt, weiß ich von Mélanie Dupuis. Einen ähnlich anmutenden Guss fand ich bei Andrea und dass sich Kardamom und Rhabarber ausgezeichnet vertragen, lernte ich bei My Feldt. Zusammengenommen ergibt das eine Tarte, die entfernt ein großes Pastel de Nata erinnert und sich 1A in meine eigene Rhabarbersammlung fügt. Da haben Baukastenkuchen nämlich Tradition.

*PS: Tut er, wie ich gerade entdeckt habe.

Rhabarber-Tarte mit Blätterteig und Kardamom-Sauerrahm-Guss

Gericht Kuchen & Konsorten
Vorbereitungszeit 45 Minuten
Zubereitungszeit 45 Minuten
Rastzeit 6 Stunden
Portionen 1 Kuchen à 26 cm

ZUTATEN

BLÄTTERTEIG (wahlweise: Convenience)

  • 250 g Weizenmehl T 550
  • 120 g Wasser kalt
  • 10 g Essig hell (hier: Reisessig)
  • 5 g Salz
  • 30 g Butter geschmolzen
  • 150 g Butter zum Tourieren

BELAG

  • 500 g Rhabarber

GUSS

  • 100 g Zucker
  • 2 Kardamomkapseln ausgelöst und gemörsert
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 250 g Sauerrahm
  • 150 g Sahne
  • 3 Eier Gr. M – L
  • 1 Prise Salz

AUSSERDEM

  • Mandeblättchen wahlweise Pinienkerne
  • Puderzucker

SO GEHT’S

BLÄTTERTEIG

  1. Für den Blätterteig ggf. bereits am Vortag das in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken und die übrigen Zutaten (bis auf die Tourierbutter) hineingeben. Mit den Fingern (oder mithilfe des Kneters) nach und nach das Mehl mit den anderen Zutaten mischen, bis ein homogener Teig entstanden ist. In Frischhaltefolie gewickelt zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

  2. Inzwischen die Tourier-Butter mithilfe eines Backpapiers zu einem 1 Zentimeter dicken Quadrat mit 15 Zentimeter Seitenlänge ausrollen (ich schneide dazu horizontal Stücke von meinem Butterblock, die ich auf Backpapier grob auf die richtigen Maße anordne und dann so einwickele, dass ich die durch Rollen verbinde und so auf die richtige Größe komme, etwa wie hier). In den Kühlschrank legen.

  3. Nach zwei Stunden den Teig und die Butter aus dem Kühlschrank nehmen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Quadrat mit 35 Zentimeter Seitenlänge ausrollen. In der Mitte sollte der Teig etwas dicker sein, damit die Butter nicht durchdrückt.

  4. Die Butter so in die Teigmitte legen, dass sie im 45-Grad-Winkel zu den Teigecken liegt. Teigecken zur Mitte falten, sodass die Butter vollständig bedeckt ist und der Teig überall gleich dick ist.

  5. Für die erste Tour den Teig zu einem gleichmäßigen Rechteck ausrollen. Das Teigrechteck wie einen Briefbogen dreilagig falten: Das untere Drittel nach oben einschlagen, das obere Teigdrittel darüberlegen. Dann um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn drehen.

  6. Wenn sich die Butter nicht durch den Teig gedrückt hat, folgt die zweite Tour (andernfalls den Teig 2–3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen), die genauso abläuft: Den Teig wieder gerade vor sich auf die Arbeitsfläche legen und rechteckig ausrollen. Erneut wie einen Briefbogen falten und um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn drehen. Luftdicht eingewickelt kühl stellen, mindestens zwei Stunden, ggf. über Nacht.
  7. Zwei weitere Touren wie hier beschrieben durchführen und den Teig nochmals 3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

ALLES ANDERE

  1. Ofen auf 150°C Umluft vorheizen.
  2. Für den Rhabarber selbigen putzen, schälen und in ca. 1,5 x 1,5 cm große Würfel schneiden.
  3. Für den Guss alle Zutaten in einer Schüssel verquirlen.
  4. Blätterteig auf einem leicht bemehlten Stück Backpapier ungefähr rund und ca. auf 35 cm Durchmesser ausrollen. Mitsamt dem Backpapier in eine Springform à 26 cm Durchmesser geben und darauf achten, dass sich ringsherum mindestens ein Rand von 3 cm Höhe formt. Mit Rhabarber belegen und Guss darübergießen. Mit Mandelblättchen bestreuen.
  5. Im Ofen 45 Minuten backen.
  6. Auskühlen lassen und mit etwas Puderzucker bestäubt servieren.

NOTIZEN

Blätterteig nach Melanie Dupuis, Guss angelehnt an Zimtkeks & Apfeltarte, Idee nach Küchengötter

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  1. Ah, das gibt’s jetzt nicht … Du hast dich in ein Bild verliebt, um das Rezept gefragt, weil es nicht online war, keine Antwort erhalten und dir dann deinen Kuchen einfach selbst zusammengepuzzelt? Nur um dann festzustellen, dass es das Rezept DOCH gibt!? Haha, das könnte 100%ig ich gewesen sein … Die Geschichte ist toll. Der Kuchen auch. Und würde mich jemand vor die Wahl stellen – den einen Kuchen backen oder DEINEN … Ich schätze, du weißt die Antwort ♥
    Alles Liebe!

  2. Hannah says:

    Liebe Charlotte – DIESER, DEIN Kuchen versüßt uns gerade das Pfingstwochenende!
    Danke! Kommt ab sofort in meine Sammlung liebster Rhabarberkuchen!
    Herzliche Grüße von Hannah

    1. Hannah, wie sehr mich das freut ❤️! Auch ich würde jederzeit wieder ein Stück nehmen… vielleicht gleich nächstes Wochenende? Frohe Pfingsten Euch (gehabt zu haben :))!
      Herzlich: Charlotte

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