Cause ’tis the season: Zwetschgendatschi nach Pöt Stoldt

Zwetschgendatschi nach Pöt Stoldt | milchmädchen.

Obwohl ich an sehr vielen Stellen sehr eindeutig Tochter meines Vaters bin: Pflaumenkuchen war lange meine Sache nicht. Dieser eine Kuchen, den er noch mehr mag als alle Obstkuchen der Erde, war mir ein kulinarisches Rätsel. Das hatte weniger mit den Wespeninvasionen in Bäckereiauslagen zu tun, die Christina traumatisierten, als vielmehr mit zu wenig Belag auf dem falschen Teig.

Zwetschgendatschi, das lernte ich erst vor zwei Jahren, braucht von letzterem fast nichts, aber von ersterem viel. Und vor allem braucht es: Sahne. Frisch geschlagen gehört sie auf ein tellergroßes und ofenwarmes Stück dieses Gebäcks, dessen Ränder direkt nach dem Backen leicht knusprig sind und dessen Boden weder zu dick ist, noch zu dünn, sondern: hocharomatisch.

Wenn man ihn bäckt, wie Martin „Pöt“ Stoldt es tut, ist Zwetschgendatschi die größte Köstlichkeit wo gibt. Sogar noch am Tag danach. Falls der einmal kommen sollte…

Zwetschgendatschi nach Pöt Stoldt

Gericht Kuchen & Konsorten
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Portionen 1 Blech

ZUTATEN

VORTEIG

  • 5 g Frischhefe 25 ml/g Hefewasser bzw. hier: 1,5 g Trockenhefe
  • 120 ml Wasser zimmerwarm (95 ml, wenn selbstgemachte Hefe verwendet wird)
  • 150 g Weizenmehl T 550

HAUPTTEIG

  • Vorteig
  • 100 g Weizenmehl T 405 hier: T 550
  • 25 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Butter weich
  • 1 Ei

BELAG

  • 1– 1 ½ kg Zwetschgen
  • Zimtzucker

STREUSEL

  • 50 g Weizenmehl T 550
  • 25 g Weizenvollkornmehl
  • 35 g Butter
  • 25 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • ½ TL Zimt

DAZU

  • Schlagsahne

SO GEHT’S

  1. Zutaten für den Vorteig in einer Schüssel mischen und abgedeckt mit einem feuchten Tuch an einem warmen Ort drei Stunden gehen lassen.
  2. Zutaten für den Hauptteig zum Vorteig geben und fünf Minuten im Kneter kneten (per Hand: 10 Minuten). In der Schüssel abgedeckt ca. 1 Stunde an einem warmen
  3. Ort gehen lassen, bis sich der Teig sichtlich vergrößert hat.
  4. Ofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig auf einem bemehlten Backpapier auf die Größe eines Backblechs ausziehen/-rollen. Nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen. Derweil Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. Ziegelartig auf den vorbereiteten Teig schichten und nach Augenmaß mit Zimtzucker bestäuben. Zutaten für die Streuselmasse verkneten und darüber streuen.

  5. Im Ofen 30 Minuten backen. Leicht auskühlen lassen und mit Schlagsahne servieren.

NOTIZEN

nach Martin „Pöt“ Stoldt: Gutes Brot braucht Zeit

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4 Kommentare

    1. Komisch, dass manchmal wirklich erst das richtige Rezept kommen muss, bis man mit einem Gericht oder auch nur einer Zutat warm wird, nicht? Und dass es manchmal auch wirklich nur dieses eine geben kann/darf/muss…

      Herzlich: Charlotte

  1. Den probiere ich aus, liebe Charlotte, denn ich mag Zwetschgenkuchen ganz gerne, als gebürtige Badnerin sogar im Duett mit Kartoffelsuppe. Allerdings: Ich machte ihn bisher meist mit Mürbteig, unter anderem aus deinem genannten Grund, weil man (gerade bei Rezepten mit Hefeteig) die Zwetschgen manchmal suchen musste und es war mir dann oft zu viel Backwerk außenrum.
    Dein Datschi sieht perfekt aus!
    Schöne Grüße
    Christina

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