Falling for Fladenbrot: Rieska aus Finnland

Ich glaube, der Beitrag lief damals in der Sesamstraße: Frauen mit Kopftüchern und weiten Röcken, die irgendwo tief in der Türkei plappernd im Kreis um eine Feuerstelle saßen. Ein dünnes Holz, eine große Schüssel Teig und schnelle, geschickte Griffe. Die bleichen Fladen, die im Feuer landeten, hatten bald große, herrlich gebräunte Blasen und ich mit meinen allenfalls fünf Jahren fand, dass das wirklich ganz köstlich aussah. Meinte, Rauch und Brot und Morgenland förmlich zu riechen – über tausende Kilometer hinweg, quer durch den Fernseher – bis ins heimische Wohnzimmer und mein zartes Näschen.
Fortan war ich besessen von der Vision des Fladenbrots: Meine Puppen bekamen Annäherungen in Form heimlich stibitzter und verkneteter Brotkrumen, auf meinen Buntstiftbildern hingen gelbe Kreise vor den Indianerzelten zum Trocknen in der Sonne.
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