Ich rate zu: Rhabarber-Kokos-Konfitüre

Kommt er Euch schon zu den Ohren raus? In Sachen Rhabarber kenne ich ja nix! Es ist eigentlich sogar ziemlich erstaunlich, dass dies erst das dritte Rhabarberrezept ist, das hier über die Theke geht. Rhabarber ist schließlich eins dieser Obste Gemüse, die ich so heiß und innig liebe, dass ich – so denn Saison – ganze Jahresernten vertilge, damit es mir die nächsten dreihundert Tage reicht.

Beim letzten Einkauf war ich trotzdem ein bisschen überoptimistisch, als locker ein Pfund durch die Kasse ging: 175 Gramm im Kuchen, 125 in der Sauce – und wohin jetzt mit den übrigen 250?
Nach dem Putzen waren’s gleich nur noch 200. Ich stierte auf die Stängelchen. ‚N Marmelädchen wäre nett. Aber aus 200 Gramm? Irgendwie… popelig.
Außerdem stand da immer noch dieses halbe Portiönchen Kokosmilch. Und vom Gelierzucker gab’s nur einen traurigen Rest… – HA!
War da nicht jüngst dieser fantastische Einfall, Kürbis und Kokos gemeinsam in ein Schraubglas zu kochen? Der Knüller! Warum also nicht… Kokos und Rhabarber?!

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Asia on mind: Salade viêtnamienne

Es gibt hier diesen Vietnamesen. Klein, unscheinbar, zwischen einen Pizza- und einen Sushistraßenverkauf gequetscht. Wer es nicht besser weiß, läuft d’ran vorbei.

Besser nicht: Dieser Vietnamese pfeift auf Mononatriumglutamat und Hühnchen süßsauer. Dieser Vietnamese verkauft feine Reispapierrollen und Phở, vorzügliche Curries – und diese Salate: Geschichtet auf ein großes Nest Reisnudeln gibt es Eisbergstreifen und Gurken, Möhrenraspeln, manchmal Sprossen, und auf jeden Fall: gehackte Erdnüsse. Man kann Hühnchen dazu bekommen, fein mariniertes Rindfleisch oder Tofu. Und immer: Nước chấm.

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Grün, grün, grün sind alle meine Kuchen: Kiwi-Stachelbeerkuchen mit Mandel-Sahnebaiser

Ich weiß genau, was ihr jetzt denkt: „Stachelbeeren? Im April? Mädchen, da sind’s noch zwei Monate hin! Und Kiwis! In Kuchen…?! Jetzt dreht sie völlig…“
„Ja,“ sage ich einfach, „vollkommen richtig! Aber wozu gibt es Konserven?“ Und wenn ihr dann skeptisch Eure Augenbrauen hebt, sage ich noch: „Und die kleinen braunen Pelzkugeln? In Kuchen? 1A!“

Es sind  Rezepturen, die das Leben schreibt: Ein gefühltes Kilo Kiwis im Büro und kein Esser in Sicht? Liegen lassen und warten, bis sich doch einer erbarmt? Gleich entsorgen, in dem Wissen, dass dieser Eine leider nicht kommt? Jonglieren? Verschenken? Oder einfach mal… einpacken…?
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