Mmmh… Milchreis! – the only-and-one

In manchen Dingen bin ich manisch.
Beispiel?
Klassische Musik: Erweckungserlebnis Orchester mit 15, jahrelang mindestens zwei Stunden am Tag gespielt. Beethoven, Brahms, die fette Sinfonik – stapelweise aus der Bücherei. Später Oper, Lieder, Kammermusik, studiert, organisiert, besprochen – und dann?
Aus und vorbei – über Nacht.

Gut – das ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, gute Musik fasziniert mich schließlich nach wie vor. Bloß täglich damit zu tun haben möcht’ ich nicht mehr (außer auf meinem Noten-Schnippel-Brettchen vielleicht).

Anderes Beispiel – Nahrungsmittel: Schoko-Doppelkekse mit Dinkel, Joghurt mit Körnern und Feigen und Pflaumen, Ofenpfannkuchen, Roastbeef, Birnen, Milchreis, Grießbrei, Pudding und Schokolade von Lindt – (wieder-)gefunden, gekauft, -kocht, -gessen – so ausdauernd lange, bis es wirklich überhaupt gar nicht mehr mochte.
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(T)olle Ka(ra)mellen: Schoko-Cookies mit Karamellkern

Lange war ich der Meinung, kein Karamell* zu mögen. Und: keinen Karneval. Was nicht heißt, dass es nicht Zeiten gegeben haben soll, in denen mich Karamell – vor allem in Kombination mit Straßenkarneval – in ungetrübtes Entzücken versetzen konnte.

Das waren Zeiten, in denen wir im Dunstkreis der entsprechenden Hochburgen zu Hause waren und einmal im Jahr an den Straßenrändern standen. Verpackt als Piratenprinzesinnenindianerzigeunerinnen – und bewaffnet mit vielen großen Beuteln.

Was mit dem Inhalt dieser Beutel passiert ist, weiß ich allerdings nicht mehr. Dass wir das alles tatsächlich alleine aufgegessen haben sollen, kann ich mir einfach nicht vorstellen…
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Tomatensauce, die.

„Kommt das dann auch in Deinen Fressblog…?“ fragte der Kerl, als die dampfende Schüssel nicht vor ihm auf dem Tisch landete, sondern unter der am Toaster installierten Beleuchtungskonstruktion. „Mmmh“, machte ich, den Blick fest auf’s Display gerichtet – und drückte ab. Und nochmal. Und…

… hielt inne: Hatte mein Kerl da gerade – wohlverstecktes! – Interesse am heutigen Abendmahl geäußert? Und sei es aus schierer Hypoglykämie (Was ein Wort! Zu Deutsch sehr profan: Unterzuckerung)?! Ich warf einen vorsichtigen Blick über die Schulter.
Da saß er und schaute unschuldig. Mein mutiger Mann!
Zu diesem Zeitpunkt befand sich in der Schüssel nämlich vor allem eines: Todfeind Tomate!
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Es schneit: Sonntagsbrötchen

„Mh! “ machte der Kerl, als er in sein Brötchen biss, dass es nur so knusperte.
„Mh! “ machte auch ich, als ich dem ersten Krumen nachschmeckte – und keine Hefe fand.

Hefe, finde ich, hat in Frühstücksbrötchen nichts zu suchen.
Hefe ist prima, so lange sie tut, was sie tut und Teige lüftet, Saaten stemmt und Krusten lupft. Schmecken muss ich das alles aber nicht.
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Es gibt Bagel, Baby!

„Bagel“, erklärte mein Kerl, derweil er die Hälfte eines solchen großzügig butterte, „sind an sich schon ganz schön gut. Noch besser allerdings wären sie“, fuhr er fort, als er sein Werk betrachtete und entschied, dass eine Messerspitze mehr nicht schaden könne, „hätten sie nicht dieses unpraktische Loch.“

Ich hielt inne, das Messer auf halber Strecke zum Streichfett. Was für ein Gedanke! Bagel ohne Loch! Wären das überhaupt noch Bagel? Oder nicht eher Brötchen, die wie Bagel schmecken, aber keine Brötchen… Bagel… – ich suchte mein Heil in der Butterdose und versprach, darüber nachzudenken.
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