Ein Schätzchen: Schokoladentorte revisited

Schokoladentorte | milchmädchen.

Sie ist der ungekrönte Liebling aus dem Blogarchiv: Eine einfache geschichtete Schokotorte, die einst zum Schwestern-Geburtstag entstand. Seit sechs Jahren wird sie – vor allem via Pinterest – wieder und wieder und wieder verlangt. Sechs Jahre, in denen es für uns andere Kuchen gab – mit Schokolade, ohne, mehrlagig, flach. Bis zum vergangenen Wochenende. Da schichtete ich wieder – Gelee auf Mürbeteig, Schokoganache auf Biskuit – mit bekannt-hervorragendem Ergebnis: Der knusprig-karamellige Boden erinnert an Nussecken, die flaumigen Kakaobiskuitschichten verbindet süße Marmelade und eine samtige Creme. Am besten schmeckt das Ganze nach einer Nacht im Kühlschrank (und ohne die kleinen Ungenauigkeiten im Ursprungsrezept).

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Kekse sind die Antwort: Cookies mit Sauerteig und Kaffee-Nussbutter

Kekse mit Sauerteig und Mokka-Mandel-Cashew-Butter | milchmädchen.

Tja, wohin jetzt mit dem Zeug? So gut diese Espresso-Nussbutter auf dem Foto aussah, so mäßig machte sie sich auf Brot. Und damit wären wir bei Punkt zwei: So viel Brot kann kein Mensch essen, wie man backen müsste, um all des Sauerteigs Herr zu werden, den regelmäßige Pflege produziert. Ich wiederhole: wohin?

Die Antwort – klar: Kekse! Ein Rezept, das so haargenau zur Vorratslage passt, kann nur schmecken. Q. e. d. – sogar so gut, dass ich über eine Wiederholung der Nussbutter nachdenke. Ihr wisst, was das heißt.

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Got the balls: Möhrenfalafeln mit Sesamsauce und Salat

Möhrenfalafeln mit Sesamsauce und Salat | milchmädchen.

Ich sehe das wie Sigrid: Mit Falafeln haben diese Bällchen nicht viel gemein – außer Kreuzkümmel und Kugelform vielleicht. Was nichts daran ändert, dass ich sie mindestens genauso sehr mag. Wegen des Kreuzkümmels und der Kugelform, ja, aber auch wegen ihrer einmalig gnatschig-chewigen Textur und ihres formidablen Geschmacks: Das angeröstete Äußere (Karotte + Haferflocken + Cashews) trifft auf ein sämig-weiches Inneres, frischen Koriander und besagten Cumin. Ein grüner Salat dazu, zum Beispiel mit etwas zerbröckeltem Feta, die feine Sesamsauce mit (selbstgemachtem) Tahin – Lieblingsessen, aber wie!

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Linsen lieben lernen: Der Klassiker mit Spätzle und Wienerle

Linsen mit Spätzle und Wienerle | milchmädchen.

Es dürfte hier bisher nicht aufgefallen sein, aber: Die Linsen und ich – wir waren nicht immer so dicke. Mit den mächtigen braunen oder befremdlich roten Eintöpfen, die Vaddern oder Muddern daraus kochten, wollten meine jungen Geschmacksnerven partout nicht warm werden – und als ich endlich meine eigene Küchenchefin war, flogen alle – rote und grüne und braune – ersatzlos aus dem Schrank.

Es musste erst Jahre später dieser Kerl kommen mit seiner – ich wage diese kühne und politisch absolut unkorrekte Pauschalisierung – geschlechtstypischen Neigung zu deftiger Hausmannskost, um mich sehr langsam und ganz vorsichtig davon zu überzeugen, dass Linsen zu den grandiosesten Zutaten gehören, wo gibt (das Blogarchiv spricht Bände, siehe unten).

Und dann gab es da ja noch meine Stippvisite im Kurpfälzischen, wo ich – die Schwaben halten sich bitte die Augen zu – lernte, wie gut Linsen und Spätzle zueinander passen. Auch, wenn meine absoluten Lieblingsspätzle aus – AUGEN ZU! – Hannover kommen, wo sie die Hochschulmensa (sic!) dereinst in allererster Güte servierte. Der Clou? Kurkuma. Und welcher Schwabe immer noch mitliest, ist selber schuld…

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Sieben Wochen ohne, aber mit: Körnerkastenbrot mit Schwarztee

Körnerkastenbrot mit Schwarztee | milchmädchen.

Sieben Wochen ohne. Eine Fastenzeit ohne Facebook, ohne Instagram und wenn ich richtig gut bin: auch ohne Pinterest. Es ist ein Versuch.**

Und: Ein Gedanke, der mich schon länger beschäftigt. Den ich vielleicht schon längst umgesetzt hätte, wenn… ja, wenn das Wenn nicht wäre. Wenn ich nicht auch beruflich auf diesen Kanälen unterwegs wäre, und da viel von dem profitierte, was ich privat mitbekomme – an neuen Tools, an Dos, an Don’ts. Wenn sich mein Hirn nicht schon so sehr an die Dopamin-Kicks gewöhnt hätte, die jedes schöne neue Bild verspricht. Wenn… ja, wenn es die kleine Voyeuse in mir nicht halb so spannend fände, dem Leben fremder Leute zu folgen.

Aber. Da sind eben auch die, die dahinterstecken – Facebook voran. Da ist die Zeit, die draufgeht, die Konzentration. Da ist dieser enorme Unwillen darüber, wie wenig die Inszenierung online mit dem zu tun hat, was eigentlich ist – und wie austauschbar sie wirkt.

Ich bin gespannt, wie das wird – ohne. Was ich vermisse – ob ich was vermisse. Was dabei entsteht.

Dieses Brot ist auch so eine Entwicklung: Fing damit an, dass ich keine Cranberries mehr hatte und auch keinen Roggenschrot. Stattdessen: Feigen und Sechskornflocken und eine Idee von Tee. Und so buk ich mich peu à peu von Kathis Kaffee-Cranberry-Brot nach Martin Johansson zu unserem aktuellen Lieblingskasten mit Feigen, Flocken und Ostfriesentee.

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