Apfelkuchen, wie Apfelkuchen muss: Apfelkuchen nach Johann Lafer

Apfelkuchen nach Johann Lafer | milchmädchen.

Vom 24/7-Eierleautomat in Radelreichweite habe ich schon erzählt. Wovon ich hier noch nicht gesprochen habe (hier aber schon), ist sein netter Kollege – der 24/7-Eier-und-Milch-und-alles-Hofladen nach 15 Minuten Radfahrt. Seit der ersten Verkostung der dortigen Vollmilch – ein Liter zu ein Euro, tagesfrisch abgefüllt in Glasflaschen (❤️) – ist dieser Schlenker fest in meinen Arbeitsrückweg integriert. Wegen der Milch, aber auch wegen der Gutenbutter (ist ein Wort), des Käses, des Apfelsafts und der Äpfel. Die – klein und eher weich und sehr aromatisch – nehme ich immer dann, wenn noch Geld übrig ist, sprich: Wenn ich ein Zwei-Euro-Stück habe, aber nur einen Liter Milch brauche. Dann wandert noch ein halbes Kilo in den Korb – und später zum Beispiel in Kuchen. Diesen hat Micha bereits als Blogbuster tituliert – und wenn sie so schwärmt, wie es vor ihr schon Sandra und Petra und Kathi getan haben, dann muss der ziemlich herausragend sein.

Ich kann bestätigen: isser. Nachbackbefehl!

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Stolz und Vorurteil: Carme Blouse

Carme Blouse nach Pauline Alice | milchmädchen.

Ich. Bin. SO. Stolz! Auf diese Bluse. Auf das, was sie bedeutet – an Sorgfalt, Geduld, Lernerfolg! Ach ja, und: an Glück.

Ich sage nur: Probeteil (PROBETEIL – ich!). Schnittanpassung an Schultern und Brust für den Freizeit-Kletterinnenrücken (Brustabnäher sogar schon vor Bluse 1 an die richtige Position versetzt!). Erweiterung um Rückenpasse und -falte (Kletterinnenrücken again). Französische Nähte. Biesen. Einlagen. (Im-)Perfektionismus an den richtigen Stellen. Dinge, die ich noch vor gar nicht allzu langer Zeit nicht für möglich gehalten hätte.

Weil aller Anfang wirklich gar nicht so einfach ist – vor allem, wenn man den Fußanlasser mit dem Gaspedal verwechselt und nach drei Teilen meint, schneidern zu können (mind you, Sauerteig…). Manches habe ich eher zusammengeflucht als -genäht und meine Maschine(n) auf den Mond gewünscht. Wo das Problem eigentlich sitzt, ist freilich hinlänglich bekannt…

Eine Kollegin hat einmal die Theorie aufgestellt, dass ein Projekt nur reizvoll genug sein muss, um alle Bedenken in den Wind zu schießen und mit Muße zu ersetzen. Ich ahne, dass das stimmt.
Hier war es vor allem der Biesenlatz, der mir gefiel. Und wieder: Ein Kragen, der eigentlich keiner ist.

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Selbsterkenntnis und die Sache mit dem Sauerteig: Miller’s Bread nach Dietmar Kappl zum World Bread Day 2017 | #wbd2017

Miller's Bread nach Dietmar Kappl | milchmädchen,

Die Bäckermeisterinnenprüfung? Nicht mehr als eine Formalie: Nach Sauerteigbrot Eins war ich mir ziemlich sicher, dass da nicht mehr viel kommen kann. Brotbacken? Easy! Warum das bloß keiner mehr macht…

Drei Jahre und Sauerteigbrot dreißig bis fünfzig später bin mir meiner Sache nicht mehr ganz so sicher. Weil ich, wenn ich ehrlich bin, nicht den Hauch einer Ahnung habe, warum manche Laibe im Ofen unkontrolliert aufreißen und andere nicht. Warum der eine Ausbund hässlich oval gerät und der nächste picobello. Wie das mit dem Rundwirken geht, das mit dem Schneiden, Schwaden, Schleifen.

Und als ich neulich von dieser Erkenntnis las, dass wir das Maul umso lieber aufreißen, je weniger wir von einer Sache wissen/können… nun, da meldete sich in meinem Kopf ein leises Stimmchen…

Ich serviere dieses Brot zum World Bread Day darum mit Demut: Weil es trotz Teig- und Rasttemperaturignoranz weder zu sauer geriet noch bockig war beim Backen. Weil kein Rand vom Backstein abhob – trotz nicht ganz optimaler Schnitte. Weil die Porung gleichmäßig, die Kruste knusprig und der Geschmack wunderbar ausgewogen waren – against all odds.
Weil ich einem echten Bäckermeister – einem wie Dietmar Kappl – zu Dank verpflichtet bin. Für seine Kunstfertigkeit, für seinen Blog, für die unverwüstlichen Rezepte.

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Für schlechte Zeiten: Kartoffelsuppe à la Kanzlerin

Kartoffelsuppe à la Kanzlerin | milchmädchen.

Suppe kann sie, die Kanzlerin. Und dass ich das so schreibe, will was heißen, schließlich hockt auf dem Kartoffelsuppenthron eigentlich eine andere. Eine, die mit Vanille würzt und mit dem Wein nicht geizt.

Allerdings: Die Kanzlerinnensuppe gab es hier binnen allerkürzester Zeit schon zweimal – die nach Tanja Grandits nicht. Weil Angelas Suppe schneller geht, einfacher – und weil sie genau richtig sämig ist, genau richtig pikant, genau richtig kartoffelig.

Was das für die Bundesrepublik bedeutet?

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