Kreise schließen: Multigrain Sourdough Bagels

Multigrain Sourdough Bagels | milchmädchen.

Ein Ende über das andere legen, ein wenig Hin und Her – der Kreis ist geschlossen.
Sieben Wochen sind rum. Sieben Wochen ohne Facebook, ohne Instagram – ohne „soziale“ Netzwerke. Begonnen hatte ich diese Fastenzeit mit einem Brot voller Körner. Und wie es der Zufall will, endet sie ganz ähnlich: Mit Gebäck mit Körnern – kernig und kreisrund.

Und ich hatte mich gefragt, wie das wohl sein würde – was ich vermissen würde, was nicht. Das Fazit: Herrlich! Und einfach. Nächstes Jahr werde ich upgraden müssen – sieben Wochen ohne Computer oder so. Denn dieser Verzicht fiel (zu) leicht.

Was einerseits gut ist zu wissen – das ich kein bisschen abhängig bin, sondern das ich meinen latenten Zweifeln ruhig schon eher hätte nachgeben können. Und das gilt, was eigentlich immer gilt: [Kalenderspruchmodus] Weniger ist mehr [/Kalenderspruchmodus].
Andererseits stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll. Der Drang, sich wieder einzuloggen und nachzuschauen, was ich alles „verpasst“ haben könnte, hält sich in Grenzen ist schlichtweg nicht da. Ich könnte vorläufig also alles so lassen – abgestöpselt, persönlich, real. Auch, wenn ich das (noch?) ein bisschen weltfremd finde. Und ungewollt hip.

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Ein Schätzchen: Schokoladentorte revisited

Schokoladentorte | milchmädchen.

Sie ist der ungekrönte Liebling aus dem Blogarchiv: Eine einfache geschichtete Schokotorte, die einst zum Schwestern-Geburtstag entstand. Seit sechs Jahren wird sie – vor allem via Pinterest – wieder und wieder und wieder verlangt. Sechs Jahre, in denen es für uns andere Kuchen gab – mit Schokolade, ohne, mehrlagig, flach. Bis zum vergangenen Wochenende. Da schichtete ich wieder – Gelee auf Mürbeteig, Schokoganache auf Biskuit – mit bekannt-hervorragendem Ergebnis: Der knusprig-karamellige Boden erinnert an Nussecken, die flaumigen Kakaobiskuitschichten verbindet süße Marmelade und eine samtige Creme. Am besten schmeckt das Ganze nach einer Nacht im Kühlschrank (und ohne die kleinen Ungenauigkeiten im Ursprungsrezept).

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Kekse sind die Antwort: Cookies mit Sauerteig und Kaffee-Nussbutter

Kekse mit Sauerteig und Mokka-Mandel-Cashew-Butter | milchmädchen.

Tja, wohin jetzt mit dem Zeug? So gut diese Espresso-Nussbutter auf dem Foto aussah, so mäßig machte sie sich auf Brot. Und damit wären wir bei Punkt zwei: So viel Brot kann kein Mensch essen, wie man backen müsste, um all des Sauerteigs Herr zu werden, den regelmäßige Pflege produziert. Ich wiederhole: wohin?

Die Antwort – klar: Kekse! Ein Rezept, das so haargenau zur Vorratslage passt, kann nur schmecken. Q. e. d. – sogar so gut, dass ich über eine Wiederholung der Nussbutter nachdenke. Ihr wisst, was das heißt.

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Got the balls: Möhrenfalafeln mit Sesamsauce und Salat

Möhrenfalafeln mit Sesamsauce und Salat | milchmädchen.

Ich sehe das wie Sigrid: Mit Falafeln haben diese Bällchen nicht viel gemein – außer Kreuzkümmel und Kugelform vielleicht. Was nichts daran ändert, dass ich sie mindestens genauso sehr mag. Wegen des Kreuzkümmels und der Kugelform, ja, aber auch wegen ihrer einmalig gnatschig-chewigen Textur und ihres formidablen Geschmacks: Das angeröstete Äußere (Karotte + Haferflocken + Cashews) trifft auf ein sämig-weiches Inneres, frischen Koriander und besagten Cumin. Ein grüner Salat dazu, zum Beispiel mit etwas zerbröckeltem Feta, die feine Sesamsauce mit (selbstgemachtem) Tahin – Lieblingsessen, aber wie!

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Linsen lieben lernen: Der Klassiker mit Spätzle und Wienerle

Linsen mit Spätzle und Wienerle | milchmädchen.

Es dürfte hier bisher nicht aufgefallen sein, aber: Die Linsen und ich – wir waren nicht immer so dicke. Mit den mächtigen braunen oder befremdlich roten Eintöpfen, die Vaddern oder Muddern daraus kochten, wollten meine jungen Geschmacksnerven partout nicht warm werden – und als ich endlich meine eigene Küchenchefin war, flogen alle – rote und grüne und braune – ersatzlos aus dem Schrank.

Es musste erst Jahre später dieser Kerl kommen mit seiner – ich wage diese kühne und politisch absolut unkorrekte Pauschalisierung – geschlechtstypischen Neigung zu deftiger Hausmannskost, um mich sehr langsam und ganz vorsichtig davon zu überzeugen, dass Linsen zu den grandiosesten Zutaten gehören, wo gibt (das Blogarchiv spricht Bände, siehe unten).

Und dann gab es da ja noch meine Stippvisite im Kurpfälzischen, wo ich – die Schwaben halten sich bitte die Augen zu – lernte, wie gut Linsen und Spätzle zueinander passen. Auch, wenn meine absoluten Lieblingsspätzle aus – AUGEN ZU! – Hannover kommen, wo sie die Hochschulmensa (sic!) dereinst in allererster Güte servierte. Der Clou? Kurkuma. Und welcher Schwabe immer noch mitliest, ist selber schuld…

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