Auf der Suche nach dem echten Geschmack, oder: Elisenlebkuchen, take one.

Elisenlebkuchen | milchmädchen.

Ein Kollege brachte sie von einem Ausflug nach Nürnberg mit: Elisen aus dem Hause Düll. Ich, die ich Lebkuchen bis dato als uniform aromatisiertes Industrieprodukt kannte, war entzückt. So kann, so muss das also schmecken!

Meine sofortige Recherche ergab: nicht viel. Der Webauftritt besagter Bäckerei hält sich bedeckt, was Zutaten oder Mengenverhältnisse betrifft: Vom Ei nur das Eiweiß, und – zusätzlich zu den üblichen Verdächtigen Haselnüssen, Mandeln, Orangeat und Zitronat – auch Aprikosenkonfitüre und Marzipan. Dieses Kleingedruckte muss man allerdings finden – es versteckt sich im Webshop bei einzelnen Artikeln unter „Allergenen“. Und ausgerechnet da suchte ich nicht.

Andernfalls hätte ich es vermutlich gleich mit der Vorlage nach cucina e passione versucht – ohne die Walnüsse freilich, ohne den Rosmarin im Honig und vielleicht sogar ohne das Mehl, aber eben mit Marzipan und Konfitüre und Eiweiß. Vielleicht wären das die entscheidenden Faktoren gewesen – jenseits der gerösteten Nüsse, die das einzige Detail sind, das meine Geschmacksknopsen aus dem großen, originalen Aromen-Ganzen fischen konnten.

Aber wie gesagt: Dieses Wissen fehlte. Weshalb ich es für klug hielt, mich in Versuch 1 an eine eher schlichte Rezeptur zu halten – kein Marzipan, keine Konfitüre; nichts als das, was wirklich reinsoll: Nüsse, kandierte Zitrusfrüchte, Zucker, Eier, Gewürze. Vor einigen Jahren hatte ich eine Vorlage aus dem ZEIT Magazin gespeichert, die genau das verlangt.

Und das Ergebnis ist gar nicht mal schlecht: Zwar geriet mir die Masse eher weich, weshalb ich die Zahl der Eier im Rezept unten um eins reduziert habe, und optisch sind die Dinger far from perfect. Aber der Kerl, der bereits nennenswerte Mengen vertilgt verkostet hat, bittet trotzdem schon jetzt um die Abschrift, damit er diese Elisen zu seinem Geburtstag den Kollegen kredenzen kann (Sie sehen: Die Sache hat System).

Kriegt er natürlich. Und ihr auch. Ich suche derweil weiter nach dem einen, dem echten Geschmack…

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Die wilden 13: Pumpkin Sourdough Bagels

Pumpkin Sourdough Bagels | milchmädchen.

Nee, wild ist eigentlich nichts an diesen Bagels. Die Idee, dem Ganzen Kürbis beizumengen, ist so gar regelrecht naheliegend, finde ich. Aber genauso nahe liegt es, dem dreizehnten Rezept dieser Gattung in diesem Blog den Titel zu geben, an dem man nicht vorbeikommt, wenn man damit großgeworden ist.

Nun denn: Gehet hin und kaufet Kürbis. Kann man in diesen Tagen eh nicht oft genug essen. Und falls dann ein wenig Püree übrig bleiben sollte: Ein wenig Mehl und Wasser und Anstellgut dazu anderntags herrlich herbstliche Bagels aus dem Ofen ziehen. Hojahohejajo!

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Black Bagels

Black Bagel | milchmädchen.

Denk ich an diese Bagels, denk ich an Whisky: Black Bagel – Black Label. Eine Flasche des letzteren steht bei uns im Regal, seit die Spirituosen-Sammlung meines Opas aufgelöst wurde. Wir haben ihn bis dato nicht angerührt; unsere Geschmackspräferenzen sind… nunja: andere. Trotzdem: Black Bagel, Black Label – diese Assonanz hat sich mir eingebrannt. Denk ich also an (diese) Bagels, denk ich an Opa.

Dabei wären diese Gebäcke vermutlich so gar nicht seins gewesen: Seltsam dunkel dank des vielen Kakaos und etwas Sirup, kurios wegen gemahlenen Kaffees und ein wenig Fenchel im Teig – und dann noch diese merkwürdige Form mit dem Loch in der Mitte… nee, Mädchen, lass man.
Ich wiederum finde: All das in Kombination mit Roggensauerteig macht… ja: ziemlich perfekte Bagels: Solche, die außen prall sind und glänzen, sich „chewy“ kauen, ohne zu zäh zu sein – und aromatisch ein kleines Feuerwerk abbrennen. Im Prinzip wie ein richtig guter Whisky…

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Plan B: Pumpkin Pie Spice Ice Cream

Pumpkin Pie Spice Ice Cream | milchmädchen.

Dieses Eis schuf sich quasi von selbst: Während ich den Sirup kochte, um daraus Pumpkin Spice Latte machen zu können, dieses sagenumwobene Herbsttrendgetränk, fiel mir ein im Kühlschrank befindlicher Rest Sahne ein – und ein gewisses Miso-Karamell-Eis, das mit ganz ähnlichen Handgriffen beginnt.

Nun: Wie Pumpkin Spice Latte schmeckt, weiß ich immer noch nicht nicht. Das Eis auf Basis seines Sirups jedoch empfehle ich allerdings wärmstens eiskalt…

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Quick’n’dirty: Kürbis-Kartoffel-Curry mit Linsen

Kürbis-Kartoffel-Curry mit Linsen

Ein ganz ähnliches Gericht aß ich einmal in der Kantine – und war schwer begeistert: so warm, so würzig, so wohlig! Seither gehört der Nachbau zum festen Kürbis-Saison-Repertoire – und darum auch endlich hierher. Denn dieses Curry ist herrĺich einfach und alltagstauglich: So viel Kürbis wie Kartoffeln werden grob gewürfelt und mit Zwiebel, Knofi und Ingwer angeröstet. Dazu Currypaste, eine Dose Kokosmilch sowie etwas Brühe. Köcheln lassen, abschmecken – et c’est ça. Auch die zugehörigen Linsen sind flexibel: Mit roten wird das Ganze etwas sämiger (vor allem, wenn man sie, wie ich, vorkocht) als mit grünen oder braunen, aber schmecken tut alles – bestens (und aufgewärmt nochmal so gut)!

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