#gutbeihitze: Hirsesalat mit Feta, Pistazien und Würzdressing

Hirsesalat mit Feta, Pistazien und Würzdressing | milchmädchen.

Was es hier nicht alles hätte geben können: Sauerteig-Schoko-Cookies mit Suchtpotential. Unsere zurzeit allerliebsten Bagels. Ein wunderschönes Brot mit Pflaumen und Schuss und einen Traum von einer Jacke. Aber all das kann ich keinem antun – bei 36 Grad im Schatten.

Und die Alternativen kennt ihr: Den sauguten Salat mit Gurke, Kokosmilch und Forelle zum Beispiel – oder den mit Kartoffeln, Feta und Radicchio. Ihr wisst, wie Eis ohne Eismaschine geht (ach ja, da wartet auch noch eins in der Pipeline…) und Sushi ohne Rollen.

Was ihr ebenfalls wisst, ist, wie sehr ich Bettina Matthaei verehre und ihre Salate zum Sattessen*. Weil es gibt einfach keine besseren Begleiter durch Höchstsommer gibt, die man am liebsten in Pers Eistonne verbringen will, wahlweise 24/7 in See, Fluss oder Meer.

Wir haben einen neuen Lieblingssalat, den sich der Kerl ausdrücklich in die Theke seines Mittagspausensupermarkts wünscht. Weil er so durchdacht und ausbalanciert schmeckt, so frisch und würzig, so anders, so gut. Wegen des kuriosen Dressings mit Kardamom, Schärfe und Zimt, wegen des halben Beets Kräuter, wegen der Pistazien, des Fetas, dem Rest.

Wenn er Glück hat, liest ein findiger Filialleiter mit. Falls nicht, darf Monsieur gern ab und zu fragen. Ich mache diesen Salat gerne wieder. Und wieder. Und… – bei 36 Grad im Schatten.

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Kuchen mit Keksen

Cookies-and-Cream-Kuchen | milchmädchen.

Das knappe halbe Pfund Butter ist sicher nicht ganz unschuldig daran, dass dieser Kuchen schmeckt wie er schmeckt. Der Umstand, dass es sich genau genommen um Kuchen und Kekse in einem handelt, non plus. Kekse machen alles besser, das ist bekannt.

Und ich finde, es stört auch kaum, dass das alles ein bisschen rustikaler aussieht als im Original: Hätte ich Muffinförmchen gehabt, hätte ich es sicher gehalten wie Molly und die kleinen Dinger nacheinander kopfüber in Streusel getunkt. Hatte ich aber nicht.

Falls – wie hier – vom Frosting etwas übrig bleiben sollte, kann man es sich entweder aufs Brot schmieren (gut!) oder die Kekse nochmal solo backen und mit den Resten füllen. Als Kekse mit Keksen sozusagen – aka „Nonplusultra“…

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Von Abisolierzangen, Getreidemühlen und kernigen Brötchen über Nacht

Kernige Frühstücksbrötchen über Nacht | milchmädchen.

Der Kerl ist ein glühender Verfechter der „Nichts-geht-über-gutes-Werkzeug“-Theorie. Als Beispiel dient ihm gern die Abisolierzange: Die braucht im Prinzip kein Mensch, weil man Kabelenden auch prima mit einem Messer traktieren kann, bis das Innere freiliegt. Das allerdings sei – ich zitiere – „elendes Gemurkse“. Also: Abisolierzange.

Groß geworden bin ich mit einer minimal anderen Philosophie. Gemäß meinem Vater gibt es nützliches und unnützes Gerät. Nützliches Küchengerät wären ein gutes, scharfes Messer, ein ordentlicher Sparschäler und eine Auswahl solider Pfannen und Töpfe. Unnütz sind in seinen Augen Zwiebelzerkleinerer (= Messer), Eierkocher (= Topf), Müsliriegelbackformen (geht’s noch?) und alles, was es bei Kaffeeröstern gibt.

Die Kriterien sind klar: Nützlich ist etwas dann, wenn es solide verarbeitet und universell einsetzbar ist – unnütz, wenn es sich um billigen Plunder mit ausschließlich einem Nutzen handelt – Konzernen die Taschen vollzuschaufen.

Ganz aus dieser Geisteshaltung heraus habe ich meinen Getreide bisher auf zwei Arten geschrotet: Unter dem ohrenbetäubendem Gekreische meines (ordentlichen!) Pürierstabs in einem hohen Messbecher – oder in der ebenbürtigen Geräuschkulisse des Mixbecheraufsatzes meiner Kenwood. Ergebnis: Unkontrolliert zerkleinerte Körner unter Gefährdung des Hörvermögens. Oder um es mit dem Kerl zu sagen: Elendes Gemurkse.

Vor etwas mehr als einem Monat ist die Abisolierzange für Getreide bei uns eingezogen: Ein Mahlaufsatz für besagte Kenwood*. Der ist zwar absolut ordentlich verarbeitet, dient allerdings nur einem Zweck: Getreide zu zerkleinern – was in Zeiten von Typenmehl reichlich überflüssig ist. Theoretisch. Praktisch hat sich unser Gebäckrepertoire seither explosionsartig erweitert. ENDLICH Schrot jedweder Güte! Schwarzbrote, Körnerbrötchen – here we come!

Diese „Grobies“ nach Micha sind der vorläufige Höhepunkt unseres Jubels. Und falls der gute Freund gleichen Nicknamens mitlesen sollte (wahlweise seine allerbeste Hälfte): Grüße!

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The Sourdough Consumption Series, Pt. 5: Frühstückskekse

Frühstückskekse mit Sauerteig | milchmädchen.

Wie ich je habe besorgt sein können, ob ich meines Sauerteigs Herr werden würde! Man muss es bloß halten wie Susanna und Sarah Owens und das Zeug immer wieder beherzt in Schüsseln klatschen – irgendwas Gutes kommt dabei schon rum. Beispiel: Kekse – again. Hier mit normaler Butter anstelle von Nussbutter. Und Sarahs ausdrücklicher Erlaubnis zu freestylen. Aber gern!

Das Ergebnis erinnert mich an einschlägige Frühstückskekse – vollwertig dank Vollkorn, nussig durch Sesam, fruchtig dank Rosinen, nur ohne die überflüssige Süße, die man in Industrieprodukten findet. Neuer Liebling!

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