Blumenkohl-Pasta mit Pecorino-Bröseln nach Alison Roman

Hätte ich nicht um das Reizwort „Roman“ gewusst: Ich hätte gnadenlos drüber hinweggeklickt. Blumenkohl mit Sahne und Bröseln klangen für mich dermaßen unsexy nach Wirtschaftswunder-Küche… non, merci. Katharinas Schwärmen im Ohr blieb ich auf der Suche nach Verwendung für mein Kohl-Schnäppchen aus dem Biosupermarkt (Kategorie: „Zu gut für die Tonne“) aber doch hängen. Und bin so, so dankbar drum!

Alison Romans Blumenkohl-Pasta ist denkbar simpel, aber dank vieler kleiner Aroma-Kniffe absolut „anders“ und besonders und toll: Die feine Schärfe des Chili, die herrliche Zitronenfrische, der cremig-weiche Kohl getoppt mit käsiger Knusprigkeit – Traum!

Die Mengen schüttelte ich nach Augenmaß und Vorratslage aus dem Handgelenk – und wir standen am Ende mit zwei sehr soliden Portionen da, zu denen sicherlich auch noch ein grüner Salat mit unserem liebsten Zitronen-Dressing prima gepasst hätte. Nächstes Mal. Denn das wird es sowas von sicher geben! Vielleicht sogar mit Gelegenheit für Fotos ohne Wirtschaftswunderästhetik…

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Latest craze: Knusprige Mischbrötchen mit Sauerteig und Kartoffeln

Mischbrötchen mit Kartoffeln und Sauerteig über Nacht | milchmädchen.

Vermutlich gibt es wenige Rezepte, die ich vor Veröffentlichung so intensiv getestet habe wie dieses. Seit der allerersten Spontanimprovisation auf Basis jenen Teiges – man ersetze einen Teil des Weizenmehls mit Dinkel und mische alles mit einer gekochten, zerdrückten Kartoffel – gibt es sie ungelogen jedes Wochenende (ich glaube, ich hatte selten so verlässlich Kartoffeln im Haus) und es ist ein großer Frevel, dass ich Euch erst jetzt daran teilhaben lassen (Das Leben, wissen Sie, das Leben.). Aber jetzt! Jetzt! Diese Kruste! Diese Porung! Und erst der Geschmack! Nur, dass hinter niemand behauptet, ich hätte nicht ausdrücklich gewarnt…

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Einfach machen – oder: Die besten Rezepte aus der Black Forest Lodge [Rezension]

Die besten Rezepte aus der Black Forest Lodge | milchmädchen.

Ein eigenes Kochbuch – der Traum vieler Foodblogger/innen. Manchen erfüllt er sich – manche nehmen ihn selbst in die Hand. So wie Sarah Braun – eine, die mit dem Anpacken Erfahrung hat…

Fast fünf Jahre ist es her, seit sie ihren Job in der Schweizer Finanzbranche Job sein ließ und gegen ein Haus im Schwarzwald tauschte. Ein Haus, das man zu dem Zeitpunkt durchaus „renovierungsbedürftig“ nennen konnte – an einem Ort, maximal entfernt von allem, was an nur „Stadt“ und „Stress“ erinnert. Und Sarah? Sarah krempelte die Ärmel hoch, lud Familie und Freunde ein und verwandelte das Ganze Raum für Raum in ein Gästehaus mit Charme.

Zwei Jahre und viele Gäste später ist ihre „Black Forest Lodge“ der Spot, den Google als erstes zeigt, wenn man auf „Igelsberg“ zoomt – woran zahllose positive Bewertungen auf Booking-Portalen ihren Anteil haben dürften. Die wiederum besonders eine Gastgeberin loben, der die Ideen nicht ausgehen: Laufseminare, kulinarische Themenabende, Fotokurse – Sarah tut alles, damit Besuchern die ganze Landschaft um sie her nicht zu viel wird. Und dann war da dieses eine Wochenende rund ums Self-Publishing…

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Sacher gibt’s, die gibt’s nicht.

Sachertorte | milchmädchen.

Richtig müsste es wohl heißen: „Torte nach Sacher Art“, denn dass das mit dem Originalrezept bei Sachers so eine – Verzeihung – Sache ist, ist hinlänglich bekannt. Trotzdem: Auch unter denen der „nach Sacher Art“ gibt es diese und jene. Im örtlichen Backwarenfachhandel beispielsweise zum Stückpreis von drei Euro – mit Biskuit, der Saftigkeit nur vom Hörensagen kennt und überdies eine Marillenfülle (er-)trägt, die sich die Aromatisierung durch billigen Alkohol gefallen lassen musste. Wien ist von hier aus halt weit.

Den Kerl – ein ausgemachter Freund von guten und gefüllten Schokoladenkuchen – schüttelte es und ich, die ich ihm noch einen Geburtstagskuchen schuldete – der arme Mann feiert schließlich inmitten höchster Adventsgebäckdosenfüllstände – versprach Abhilfe.

Praktischerweise hatte besagte Adventsbäckerei noch einen Rest Marillenmarmelade hinterlassen – und der Dezember den einen oder anderen Schokoladenweihnachtsmann. Das Rezept aus den Händen von Hans Peter Fink, seinerzeit Küchenchef im Hause Sacher (wir erinnern uns), war schnell auf die entsprechenden Mengen angepasst und auch, wenn sich das Ergebnis nicht buchstäblich sehen lassen kann, weil mir das mit der spiegelglatten Glasur nicht auf Anhieb gelingen wollte – der Geschmack spricht Bände: Biskuit luftig und saftig zugleich, Marillenfülle, die nach nichts als nach Marillen schmeckt, und ein nicht zu üppiger Guss. Es kann so einfach sein.

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Outtakes IV: Was es sonst so gab.

Lachsburger | milchmädchen.

Ziemlich genau mitten im vergangenen Jahr habe ich es schon einmal versucht: Einen Post zu schreiben mit Dingen, die wir kochten und aßen – die es aus x Gründen aber nicht zu einem eigenen Beitrag brachten. Vielleicht, weil essenzielle Angaben fehlten – zu variierten Zutaten oder Mengen etwa oder gar dem ganzen Ausgangsrezept (note to self: take notes to self!). Weil zwar Geschmack und Optik stimmen, aber das ominöse Etwas fehlt, das mich tippen wollen lässt. Weil ich manchmal vielleicht auch einfach zu faul war/bin – es gibt mitunter ein Leben jenseits des Netzes.

Bevor ich die Akte „Fotos Food 2019“ also schließe: Ein Blick zurück auf das, was es zu erinnern lohnt (und getrost vergessen gehört)…

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