Geduldsprobe: Rheinischer Sechskornkasten zum Tag des Butterbrots

Rheinischer Sechskornkasten | milchmädchen.

800 Gramm Korn schroten? Das dauert – vor allem mit Küchenmaschine plus Mahlaufsatz.
Aber: 800 Gramm Korn zu schroten lohnt. Man kann damit nämlich ein Brot backen, das saftig, kernig und wunderbar aromatisch ist. Es braucht lediglich ein Mini-My mehr Geduld, denn zwischen Schroten und Anschnitt liegen noch knapp 21 Stunden Gehzeit, zwei Stunden im Ofen und idealiter mindestens 12 Stunden Zeit zum Ziehen. Nun: Den letzten Teil musste ich drastisch minimal kürzen, was freilich nichts mit meiner Engelsgeduld zu tun hat, sondern vielmehr mit Gründen, von denen ich hier schon einmal schrieb. Die Geduld – vor allem die mit mir selbst – brauche ich da, am Fels, nämlich gerade mehr als genug. Eine gute Grundlage hilft allerdings. Und der armdicke Geduldsfaden des Kerls.

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The heat is off… äh: on. Whole Grain Sourdough Bagels

Reine Sauerteigbagels über Nacht nach Sarah Owens | milchmädchen.

Davon träume ich: Einmal im Leben eine Küche selbst einrichten. Geräte aussuchen, die mehr können als „An“ und „Aus“. Eine Arbeitsfläche, die diesen Namen verdient.

Der Status quo: Die IKEA-Vollausstattung in Mietwohnung Nr. 5. Whirlpool-Herd, Whirlpool-Ofen, Whirlpool-Kühlschrank, Whirlpool-Geschirrspülmaschine. Ach ja, und: chronisch zu wenig Platz. Der Geschirrspüler kämpft nach zehn Jahren immer häufiger mit dem Start in sein Tagesgeschäft und der Ofen ist aus – buchstäblich. Wenn er heizt, dann ausschließlich von oben, was für die allermeisten Gebäcke eher unvorteilhaft ist. Der Elektriker hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, das Teil auszubauen. „Joa, ne. Is‘ hin.“ Er will sich jetzt um einen neuen kümmern.

Bis dahin erinnere ich mich für Zorra (Happy, happy birthday!) an die Zeit, als der Kollege noch tat, was er sollte und uns wöchentlich diese Bagels buk. Bagels, in denen viel Anstellgut verschwindet, ohne sie zu sauer zu machen. Die vollwertig sind und wunderbar aufgehen ganz ohne Hefe.

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Ratzfatz-Spinat-Curry mit Linsentofu

Eins dieser Essen, dass ich nach dem ersten Bissen doch nochmal schnell unter die Kamera halten musste, weil es so unerwartet rund und großartig geschmeckt hat, dass ich mich gerne daran erinnern möchte, wie es aussah und was genau ich wie zusammenwarf, um genau dahin zu kommen. Tollerweise ging das Ganze auch noch ratzfatz – zumindest, wenn der Linsentofu – Linsentofu! – schon fertig ist.

Gut: Wenn wir ehrlich sind, haben diese Würfelchen mit echtem Tofu nichts zu tun, weil nichts denaturieren oder ausfallen musste, um später ausgedrückt und in Form gepresst zu werden (wer das doch will: bitte). Stattdessen wurden fein gemahlene Linsen einfach in kochendes Wasser gerührt und durften anschließend stocken, was das Ganze eher zu einem Linsenflammeri aka Pudding macht – und grundfalsche Assoziationen weckt. Optisch und praktisch verhält sich das Endprodukt nämlich fast ganz genau so wie das Original aus Soja, weshalb man das mit dem Tofu, denke ich, so stehen lassen kann.

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Suchtfaktor: hoch. Schoko-Nuss-Cookies mit Sauerteig

Sauerteig-Schoko-Cookies | milchmädchen.

Das sind sie: Die Kekse. Mit Schoki. Und Sauerteig. Und vielen guten Nüssen. Wir essen sie derzeit abwechselnd mit den Frühstückskeksen und passen bestimmt bald in keine Hosen mehr. Aber irgendwas ist ja immer.

Sarah Owens bäckt sie im Original übrigens mit Buchweizenmehl. Als ich das versucht habe, lag am Ende ein großer Keks am Blech und nicht 30 kleine. Ist auch nett, nur etwas unhandlich. Seitdem: ausschließlich Weizenmehl. Und freie Hand bei den Nüssen: Die vorgesehenen Walnüsse schmecken super, aber auch Erdnüsse (gesalzen!) sind ziemlich fein – genau wie Mandeln, Cashews und Haselnüsse. Oder, wenn sonst nichts zur Hand ist: Sonnenblumenkerne. Feel free!

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