Die grandiosesten Gewürzspekulatius, wo gibt, sowie hervorragende Erdnuss-Zebra-Kekse.

Plätzchenteller | milchmädchen.

Beim ersten Mal habe ich den Fehler gemacht, das Rezept zu halbieren. 450 Gramm Mehl erschienen mir aberwitzig viel für ein paar Kekse – wir essen hier schließlich nur zu zweit.

Passiert nicht wieder, versprochen. Die Gewürzspekulatius, in denen besagtes Mehl verschwand, waren so wahnsinnig gut und so wahnsinnig schnell wieder weg, dass ich noch einmal backen musste – in voller Menge (Wer bei Valentinas mitliest, weiß das alles natürlich längst).

Ebenfalls fein: Die Erdnuss-Zebra-Kekse nach Tee un Kooken (een Blog op Platt ❤️!) und verunfallte Macarons (Das Ausstellungsstück am Teller gehört zu den drei schönsten. Ja, das vor einem Jahr war Anfängerglück.). Plätzchenteller 2018/1.

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Ziemlich beste Freunde: Gebackener Kürbis-Süßkartoffel-Salat mit Hirse und Feta

Gebackener Kürbis-Süßkartoffel-Salat mit Hirse | milchmädchen.

„Feta“, meinte der Kerl, als er diesen Salat aus gebackenem Kürbis und Süßkartoffeln zum ersten Mal aß, „würde sicher auch hervorragend passen.“ Dass der Mann Feta grundsätzlich prima findet und aus seiner Sicht nichts dagegen spricht, jedes zweite Essen entsprechend zu adeln, hatte ich bereits erwähnt.

Ich hingegen halte viel von Salaten und finde es ausgenommen praktisch, dass die sich mit Feta vertragen so gut (vgl. hier und hier): Frollein glücklich, Männe glücklich, alle glücklich.

Diese eher winterliche Edition finde ich wegen des genialischen Dressings aus Zitronensaft, Ingwer, Knofi, Minze, Koriander und Öl auch ohne Kerleköder toll (nach einer Nacht im Kühlschrank zumal!) – aber mit kann man ihn eben auch essen. Regelmäßig. Vielleicht sogar jeden zweiten Tag.

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Der allerbeste und der beste: Angie-Premium-Butterstollen und Dinkel-Stollen

Dinkelstollen nach Stefanie Herberth | milchmädchen.

Lutzens Stollen, Steffis Stollen, Stollen nach dem Rezept der Mutter eines Chefs. Über die Jahre haben wir wirklich viele probiert. Und sie waren wirklich alle nicht schlecht. Trotzdem: In jeder neuen Saison ließ ich den Lieblings-Stollen eines Vorjahres gegen eine Alternative antreten. Nur so. Zu Testzwecken. Für den Fall, dass es einen gibt, der noch ein winziges bisschen besser schmeckt.

Nun. Ich kann sagen: Gibt es. Der beste, wirklich aller-, allerbeste Stollen ist der für Angela Merkel:* Schelli zufolge wird dieser Premium-Butterstollen von der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim Jahr für Jahr ins Kanzleramt geschickt. Und ich weiß nun auch, warum: So ausgewogen! So fein! So durch und durch Stollen! Ich könnte drin baden! Plus: Er muss nicht einmal wochenlang ziehen, bis er schmeckt! Backen, beißen, glücklich sein!

Heuer wird es Angies Stollen darum ausschließlich geben. Das heißt: Ihn – und den Dinkelstollen nach Steffi. Auch so ein Kracher – vor allem für die, die keinen Weizen vertragen.
Es gibt nur zwei winzig-kleine Variationen: Zum einen kommt heuer selbstgemachtes Orangeat in den Teig. Seit ich bei Hugh Fearnley-Whittingstall gelernt habe, wie einfach das geht, wenn man nur ein bisschen Zeit und Zucker hat, produziere ich das Zeug in Massen. Und der Unterschied zum gekauften ist riesig (Predigen andere schon lange, ich weiß).
Zum anderen – und das wird niemanden überraschen – wird mit Sauerteig experimentiert. Ich habe mich dabei von Ofenkante inspirieren lassen und werde sein Verfahren für den Kanzlerinnen-Stollen adaptieren. Ergebnisbericht folgt!

Es gibt übrigens nur einen einzigen Grund, von diesem ausgeklügelten Backplan abzuweichen und nicht nur den allerbesten und den besten Stollen zu backen, sondern auch noch einen dritten: Es könnten nämlich endlich Reste bleiben. Reste, mit denen man endlich Astrids Stollen-Eis machen kann. Ich denke, das wäre die Sache wert.

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Gesetz(t): Gewürzkuchen nach Hans Peter Fink

Gewürzkuchen | milchmädchen.

Wenn ein Rezept so ideal zur Vorratslage passt – ich hatte noch nahezu genau die richtigen Mengen Zitronat, gemahlene Mandeln, gehobelte Mandeln, kandierten Ingwer und einen feinen Sirup – dann muss man es machen, großes Reste-Quartetts-Gesetz.

Wenn einer wie Hans Peter Fink, laut ZEITmagazin eine Weile lang für die Küche im Hotel Sacher in Wien verantwortlich, für besagten Kuchen die sagenhafte Menge von sieben Eiweiß und Eigelb verlangt, dann schlägt man die halt auf – großes Eierliebhaberinnen-Ehrenwort.

Und wenn sich ein optisch eher unscheinbares Gebäck mit jeder Stunde, die es ziehen darf, als eine so feine Aromenmelange entpuppt, dann muss man es bloggen – Bloggerinnen-Kodex, Paragraf 1, Absatz 1.

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Spät dran: Dinkelhinkel mit Sauerteig nach Lutz Geißler

Dinkelhinkel nach Lutz Geißler | milchmädchen.

Ich bin spät dran, ich weiß. Lutzens Dinkelhinkel haben schon ungefähr jeden anderen Ofen passiert – jeden, außer unseren. Was vornehmlich daran liegt, dass es bei uns normalerweise an der entscheidenden Zutat fehlt – Dinkelmehl. Was daran liegt, dass es bei uns überhaupt möglichst wenig Mehl gibt. Was daran liegt, dass es immer so traurig ist, das Zeug in die Tonne zu werfen, wenn es wieder ein Geschwader Mehlmotten doch wieder geschafft hat, sich einzunisten.

Keine Ahnung, wo die Biester immer herkommen – wir halten uns recht penibel an die Vorbeugungs-Regeln (Luftdichte Verwahrung von Interessantem, keine großen Vorräte, schnelles Verbrauchen etc). Ob es in der Nachbarschaft jemand nicht so genau nimmt? Der Sommer war in dieser Hinsicht jedenfalls unlustig.

However: Irgendwann hat doch eine Tüte Dinkelmehl ihren Weg zu uns gefunden, und außerdem gab es einige andere Reste – Espresso, Haferkleie, Anstellgut. All das hat sich so gut in diesen Brötchen mit Grob-Porungs-Garantie gemacht, dass ich diese Version so festhalten muss.

Ach, und von wegen „spät dran“: Ein großes Plus dieser Brötchen ist der minimale Vorlauf, den sie benötigen: Abends angerührt, morgens ohne Heckmeck auf dem Tisch. So mag ich das!

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