Aller guten Dinge: Potato Bagels mit Sauerteig

Potato Bagels mit Sauerteig | milchmädchen.

Aller guten Dinge sind drei: Seit ich von Mollys Kartoffel-Bagels wusste, wusste ich, dass ich die auch will. Und zwar, wie ich sie immer will – mit Sauerteig und Kaltgare über Nacht.

Frohgemut nahm ich ihre Vorlage, zog die Wasser- und Mehlanteile meines Anstellguts von den Wasser- und Mehlmengen des Rezeptes ab – und buk flache, zähe Flatschen. Hoi, dachte ich, komisch – das klappt doch sonst immer! Also nochmal: Rezept, Sauerteig – flache, zähe Flatschen.

Ob sich die Kartoffeln nicht mit dem Anstellgut vertragen? Ob der Sauerteig mehr als eine Stufe braucht? Ich habe keinen Blassen.

Als ich gestern allerdings reichlich freestylig die vom Abendessen übrig gebliebenen Kartoffeln mit Anstellgut vermischte und dem Ganzen ein Minimy Hefe zugestand, klappte es einwandfrei: Herrlich große, herrlich chewige und wunderbar kartoffelige Bagels! Willkommen, so dürft ihr bleiben!

Mehr davon →

Bohnen mit Bohnen: Bohnengnocchi mit Sardellenvinaigrette, Haselnüssen und grünen Bohnen

Bohnengnocchi mit Sardellenvinaigrette, Haselnüssen und grünen Bohnen | milchmädchen.

So lange die Suche nach idiotensicheren Gnocchi andauert, die des Kerls und meinen Vorlieben genügen (= nicht zu weich, nicht zu fest, ohne stundenlanges Vorbereitungs-Chi-Chi): Alternativen. Zum Beispiel aus Bohnen. Denn: Die zugehörige Vinaigrette aus Sardellen, Knoblauch, Essig und Öl ist allein schon gut. In Kombination mit Parmesan, gerösteten Haselnüssen, grünen Bohnen und besagten Gnocchi allerdings geradezu hervorragend.

Mehr davon →

Die grandiosesten Gewürzspekulatius, wo gibt, sowie hervorragende Erdnuss-Zebra-Kekse.

Plätzchenteller | milchmädchen.

Beim ersten Mal habe ich den Fehler gemacht, das Rezept zu halbieren. 450 Gramm Mehl erschienen mir aberwitzig viel für ein paar Kekse – wir essen hier schließlich nur zu zweit.

Passiert nicht wieder, versprochen. Die Gewürzspekulatius, in denen besagtes Mehl verschwand, waren so wahnsinnig gut und so wahnsinnig schnell wieder weg, dass ich noch einmal backen musste – in voller Menge (Wer bei Valentinas mitliest, weiß das alles natürlich längst).

Ebenfalls fein: Die Erdnuss-Zebra-Kekse nach Tee un Kooken (een Blog op Platt ❤️!) und verunfallte Macarons (Das Ausstellungsstück am Teller gehört zu den drei schönsten. Ja, das vor einem Jahr war Anfängerglück.). Plätzchenteller 2018/1.

Mehr davon →

Ziemlich beste Freunde: Gebackener Kürbis-Süßkartoffel-Salat mit Hirse und Feta

Gebackener Kürbis-Süßkartoffel-Salat mit Hirse | milchmädchen.

„Feta“, meinte der Kerl, als er diesen Salat aus gebackenem Kürbis und Süßkartoffeln zum ersten Mal aß, „würde sicher auch hervorragend passen.“ Dass der Mann Feta grundsätzlich prima findet und aus seiner Sicht nichts dagegen spricht, jedes zweite Essen entsprechend zu adeln, hatte ich bereits erwähnt.

Ich hingegen halte viel von Salaten und finde es ausgenommen praktisch, dass sich sie mit Feta so gut vertragen (vgl. hier und hier): Frollein glücklich, Männe glücklich, alle glücklich.

Diese eher winterliche Edition finde ich wegen des genialischen Dressings aus Zitronensaft, Ingwer, Knofi, Minze, Koriander und Öl auch ohne Kerleköder toll (nach einer Nacht im Kühlschrank zumal!) – aber mit kann man ihn eben auch essen. Regelmäßig. Vielleicht sogar jeden zweiten Tag.

Mehr davon →

Der allerbeste und der beste: Angie-Premium-Butterstollen und Dinkel-Stollen

Dinkelstollen nach Stefanie Herberth | milchmädchen.

Lutzens Stollen, Steffis Stollen, Stollen nach dem Rezept der Mutter eines Chefs. Über die Jahre haben wir wirklich viele probiert. Und sie waren wirklich alle nicht schlecht. Trotzdem: In jeder neuen Saison ließ ich den Lieblings-Stollen eines Vorjahres gegen eine Alternative antreten. Nur so. Zu Testzwecken. Für den Fall, dass es einen gibt, der noch ein winziges bisschen besser schmeckt.

Nun. Ich kann sagen: Gibt es. Der beste, wirklich aller-, allerbeste Stollen ist der für Angela Merkel:* Schelli zufolge wird dieser Premium-Butterstollen von der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim Jahr für Jahr ins Kanzleramt geschickt. Und ich weiß nun auch, warum: So ausgewogen! So fein! So durch und durch Stollen! Ich könnte drin baden! Plus: Er muss nicht einmal wochenlang ziehen, bis er schmeckt! Backen, beißen, glücklich sein!

Heuer wird es Angies Stollen darum ausschließlich geben. Das heißt: Ihn – und den Dinkelstollen nach Steffi. Auch so ein Kracher – vor allem für die, die keinen Weizen vertragen.
Es gibt nur zwei winzig-kleine Variationen: Zum einen kommt heuer selbstgemachtes Orangeat in den Teig. Seit ich bei Hugh Fearnley-Whittingstall gelernt habe, wie einfach das geht, wenn man nur ein bisschen Zeit und Zucker hat, produziere ich das Zeug in Massen. Und der Unterschied zum gekauften ist riesig (Predigen andere schon lange, ich weiß).
Zum anderen – und das wird niemanden überraschen – wird mit Sauerteig experimentiert. Ich habe mich dabei von Ofenkante inspirieren lassen und werde sein Verfahren für den Kanzlerinnen-Stollen adaptieren. Ergebnisbericht folgt!

Es gibt übrigens nur einen einzigen Grund, von diesem ausgeklügelten Backplan abzuweichen und nicht nur den allerbesten und den besten Stollen zu backen, sondern auch noch einen dritten: Es könnten nämlich endlich Reste bleiben. Reste, mit denen man endlich Astrids Stollen-Eis machen kann. Ich denke, das wäre die Sache wert.

Mehr davon →