Yes, it sparks joy: Ottobre-Sweatjacke in Orange und Pink & Landlust-Tuch in fast denselben Farben

Sweatjacke Ottobre 2018/07 | milchmädchen.
Sweatjacke Ottobre 2018/07 | milchmädchen.

Sie hat ihre Stellen: Die mit dem störrischen Schrägband, das sich nicht überall auf beiden Seiden ordentlich vernähen ließ. Die, wo Fädenfarben kurzfristig nicht ganz zum Rest passen. Minimale Assymmetrien bei Ärmelstreifen und Ösen. Aber das sind Dinge, die nur ich sehe – Kleinigkeiten in einem Teil, das ich gottverdammtnochmal l i e b e!

Allein die Farben! Gibt es eine tollere Kombi als Orange und Pink? Keine Ahnung, warum ich darauf gerade so abgehe, aber ich finde die einfach nur fantastisch – egal, wo und wie. Dazu: Die Paspeln. Selbstgemachte, handgeheftete und sorgsam vernähte Paspeln (Dauert e-wig. Aber lohnt!). Die Kapuze, die ich ebenfalls mit der Knaller-Kombi Orange-Paspel-Pink versah. Die genialen und perfekt passenden College-Bündchen von Hamburger Liebe.

Ach ja, und: Der Schnitt sitzt. Die minimale Verlängerung durch die Bündchen in Festbreite hat nicht geschadet, aber prinzipiell hat Ottobre für mich perfekt konstruiert: Nicht zu eng, nicht zu weit, nicht zu kurz, nicht zu lang – ich goutiere das.

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Regel kennen, Regel brechen: Fixes Vier-Stunden-Sauerteigbrot mit Kernen & Erdnussbutter und Gewürzgurken on top

Vier-Stunden-Brot mit Erdnussbutter und Gewürzgurken | milchmädchen.

Ich weiß, dass das eigentlich anders geht. Dass die wichtigste Brotzutat nicht Mehl heißt, nicht Wasser, nicht Salz, sondern – Zeit. Zeit, die man dem Sauerteig gönnt, der mit einem Hauch von Anstellgut Stunde um Stunde vor sich hingären darf. Zeit, die auch der Hauptteig bekommt, um Klebergerüste zu entwickeln, Standfestigkeit und, vor allem, Geschmack. Zeit, die den handgebackenen Laib von seinen traurigen Kollegen im Supermarkt trennt.

Zeit, die ich manchmal nicht habe. Weil manchmal – ich schrieb bereits davon – erst abends feststeht, dass es anderntags Brot geben soll. Brot, dass man sich fertig belegt zwischen die Kiemen klemmen kann, wenn man nach Dienstschluss zum Klettern an den Felsen fährt (oder, wie jetzt, in die Halle). Brot, dass dazu morgens geschmiert werden muss.

Bisher waren das die Situationen, in denen der Kerl am Heimweg schnell noch beim Bäcker hielt. Ab sofort könnten das die Gelegenheiten sein, zu denen ich backe. Ein Brot, das binnen vier Stunden fertig ist, also bequem in einen Feierabend passt. Das trotzdem ausschließlich mit Sauerteig geht, was Konsistenz und Geschmack eklatant befördert.

Grob inspirieren ließ ich mich von all den Fünf-Minuten-Gebäcken, die die Chefkochs dieser Welt so sammeln – nur, dass ich eben keine Hefe nahm, sondern Anstellgut, und dass ich dem Ganzen doch etwas mehr Zeit gönnte, sich zu entwickeln. Das Ergebnis war allerhöchst zufriedenstellend – nicht zuletzt mit meinem aktuellen Lieblingstopping Erdnussbutter und Gewürzgurke nach Joy the Baker (Warum habe ich das nicht schon viel eher probiert?!) – weshalb beides unbedingt dokumentiert sein will.

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Aller guten Dinge: Potato Bagels mit Sauerteig

Potato Bagels mit Sauerteig | milchmädchen.

Aller guten Dinge sind drei: Seit ich von Mollys Kartoffel-Bagels wusste, wusste ich, dass ich die auch will. Und zwar, wie ich sie immer will – mit Sauerteig und Kaltgare über Nacht.

Frohgemut nahm ich ihre Vorlage, zog die Wasser- und Mehlanteile meines Anstellguts von den Wasser- und Mehlmengen des Rezeptes ab – und buk flache, zähe Flatschen. Hoi, dachte ich, komisch – das klappt doch sonst immer! Also nochmal: Rezept, Sauerteig – flache, zähe Flatschen.

Ob sich die Kartoffeln nicht mit dem Anstellgut vertragen? Ob der Sauerteig mehr als eine Stufe braucht? Ich habe keinen Blassen.

Als ich gestern allerdings reichlich freestylig die vom Abendessen übrig gebliebenen Kartoffeln mit Anstellgut vermischte und dem Ganzen ein Minimy Hefe zugestand, klappte es einwandfrei: Herrlich große, herrlich chewige und wunderbar kartoffelige Bagels! Willkommen, so dürft ihr bleiben!

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Bohnen mit Bohnen: Bohnengnocchi mit Sardellenvinaigrette, Haselnüssen und grünen Bohnen

Bohnengnocchi mit Sardellenvinaigrette, Haselnüssen und grünen Bohnen | milchmädchen.

So lange die Suche nach idiotensicheren Gnocchi andauert, die des Kerls und meinen Vorlieben genügen (= nicht zu weich, nicht zu fest, ohne stundenlanges Vorbereitungs-Chi-Chi): Alternativen. Zum Beispiel aus Bohnen. Denn: Die zugehörige Vinaigrette aus Sardellen, Knoblauch, Essig und Öl ist allein schon gut. In Kombination mit Parmesan, gerösteten Haselnüssen, grünen Bohnen und besagten Gnocchi allerdings geradezu hervorragend.

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Die grandiosesten Gewürzspekulatius, wo gibt, sowie hervorragende Erdnuss-Zebra-Kekse.

Plätzchenteller | milchmädchen.

Beim ersten Mal habe ich den Fehler gemacht, das Rezept zu halbieren. 450 Gramm Mehl erschienen mir aberwitzig viel für ein paar Kekse – wir essen hier schließlich nur zu zweit.

Passiert nicht wieder, versprochen. Die Gewürzspekulatius, in denen besagtes Mehl verschwand, waren so wahnsinnig gut und so wahnsinnig schnell wieder weg, dass ich noch einmal backen musste – in voller Menge (Wer bei Valentinas mitliest, weiß das alles natürlich längst).

Ebenfalls fein: Die Erdnuss-Zebra-Kekse nach Tee un Kooken (een Blog op Platt ❤️!) und verunfallte Macarons (Das Ausstellungsstück am Teller gehört zu den drei schönsten. Ja, das vor einem Jahr war Anfängerglück.). Plätzchenteller 2018/1.

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