Something old, something new…

Burda 12/2011 #118
Lace Dress von Mari Lynn Patrick | milchmädchen.
Burda 12/2011 #118 | milchmädchen.

… something borrowed, something blue: Alt sind die Schuhe. Sie gibt es seit acht, neun Jahren und haben schon auf mancher Hochzeit getanzt (sic!). Neu ist das Kleid, das einer spontanen Eingebung folgend binnen zweier Monate entstand. Geliehen von meiner Mama habe ich das dazu passende Unterkleid. Und blau (und ebenfalls neu) ist der Mantel.

Vielleicht sind diese Äußerlichkeiten unsere einzige echte Konzession an „die“ Tradition. Drumherum haben wir tunlichst dafür gesorgt, das Ganze zu unserer Sache zu machen. Quer durch die Stadt mit Öffis, angekommen der kürzestmögliche Weg zum „Ja“. Keine Ringe, kein neuer Name, kein Chichi. Dafür hervorragendes Essen in unhippem Ambiente und (Corona!) die Familien dabei.

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Innere Wärme: Spiced Plum Cake with Toffee Glaze nach David Lebovitz

Spiced Plum Cake with Toffee-Glaze nach David Lebovitz | milchmädchen.

Über Nacht ist es so kalt geworden, dass die Gipfel ringsherum wie eingezuckert sind. Die Mehlschwalben, die noch vor wenigen Abenden krakeelend durch die Dämmerung schossen, drängen sich windzerzaust auf Simsen, Balustraden, Balkonen – Hauptsache trocken, Hauptsache warm.

Wir haben uns Tee gemacht. Den Guten von Bünting aus dem neuen-alten Service mit den hauchigen Tassen. Petras Pflaumenkuchen, der ursprünglich von David Lebovitz stammt, passt dazu perfekt: Noch restwarm mit einem Klecks Sahne, die auf salzig-süßem Toffee zerrinnt. Darunter eine knackige Schicht Mandeln und säuerliche Zwetschgen in flaumigem Teig. Kardamom und Zimt erinnern an den Sommer. Aber dazu ein andermal mehr.

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Je ne regrette rien: Vegane Tomaten-Spinat-Quiche mit Sauerteigboden

Vegane Tomaten-Spinat-Quiche mit Sauerteigboden | milchmädchen.

Deftig dreinschauende Gemüsequiches? Genau mein Beuteschema! Der (preisreduzierte) Tofu lag darum schon im Einkaufskorb, bevor sich weitere Überlegungen überhaupt formierten. Überlegungen wie: Eine Quiche ganz ohne Eier, Butter und Käse? Sicher, Schätzchen? Aber: Das Kind plantschte bereits vergnüglich im Brunnen, sodass ich beschloss, dass ein mit Sauerteig versetzter Boden nun auch kein Risiko mehr wäre.

And what can I say? Selten eine knusprigere, „flakiere“ Unterlage kredenzt! Und auch der Belag: Aromatisch, pikant, prima! Das darf es bitte ganz genauso wieder geben!

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(R)evolutionär: Brookie Ice Cream Sandwich Slices & eine der einfachsten Eissorten der Welt

Brookie Ice Cream Sandwich | milchmädchen.

Rømmegrøt, der norwegische Sauerrahm-Porridge ist an sich schon prima – so sämig, anders und warm. Nevada Bergs davon inspiriertes Eis allerdings mag ich noch ein bisschen lieber: Sahne, Saure Sahne, Zucker – mehr braucht es nicht nicht, um verlässlich in perfekter Konsistenz aus Eismaschine bzw. Gefrierfach zu kommen (Milchfett ftw!). Es ist die ideal-simple Basis nicht nur für klassische Paarungen mit Erdbeer- oder Schokosauce (s. u.), sondern auch für kühnere Unternehmungen – wie die Kombination mit einem keksteiggesprenkelten Brownie.

Jep, das schmeckt in etwa so großartig wie es klingt. Und ist da als Gericht noch lange nicht auserzählt: Statt der neutralen Milcheisfüllung dürfte sich auch die Geschmacksrichtung Miso-Karamell hervorragend im Schoko-Keks-Kuchen machen (btw: soetwas gab es hier schon einmal) – und ein bisschen Sauerteig und Haselnusspraliné haben Brownies selten geschadet. Nur, weil sich der Sommer ja gerade erst warmläuft…

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Meanwhile on the table: Süßes und Salziges sowie koreanische Zucchinipfannkuchen.

Koreanische Zucchinipfannkuchen | milchmädchen.

Ich muss wohl wieder. Der Outtakes-Ordner quillt über und mit manchem bin ich heillos zu spät: Die Spargelsaison ist lange rum und damit auch die für Rhabarber. Allein für Zucchini ist noch Zeit. Darum dazu später. Zunächst –

– Musik. Genauer: Schubert. Auf Englisch. Mit Gitarre, Schlagwerk, Cello und Tuba, dargeboten von einem Amerikaner, zwei Österreichern und einem Kroaten. Das ist so absurd wie es klingt – und unendlich viel toller! Nicht nur, dass man durch den Sprachen-Shift auf einmal wieder genau hinhört und merkt, was eigentlich alles in so einem Kunstlied steckt – an Weisheit, Großartigkeit, Hach –; viel cooler ist, wie der Mann (also: Schubert) in dieser Instrumentation funktioniert! Ein bisschen Singer-Songwriter, ein bisschen Indie, ein bisschen Volksfest, ein bisschen Oper. Für Erlkings-Einsteiger/innen empfehle ich den – na klar – Erlkönig, Auf dem Wasser zu singen, den Jäger und gleich danach Eifersucht und Stolz, Totengräbers Heimweh, den Jüngling am Bache, Wanderer an den Mond, die Fischerweisen… ach, und was sie neuerdings mit Schumann anstellen, ist ebenfalls hochgradig prima! Und wer das nicht spätestens jetzt aus tiefstem Herzen liebt… aaaach (0:57ff.)!

Bisher hatte ich es verpasst, die Burschen live zu hören. Als ich jüngst aber vier Tage zuvor erfuhr, dass sie drei Orte weiter spielen würden, schlug ich zu. Und es war die Sache dermaßen wert! Ich zehre noch immer von dem Abend, freue mich schon sehr auf den Mitschnitt und die Wiederholung im kommenden Jahr (so Corona will)!

Über die Zugaben wurde im Saal übrigens nach dem Prinzip „süß“ oder „salzig“ entschieden:

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