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Against all odds: Leinsaat-Karotten-Ecken mit Quark

Leinsaat-Karotten-Ecken mit Quark | milchmädchen.

Das Gute an der gegenwärtigen Lage dieser Digitaldependance ist: Wenn sich hier doch mal was tut, könnt ihr, werte Leserinnen und Leser, davon ausgehen, dass sich das lohnt. Nicht nur hat es überhaupt meine Aufmerksamkeitsschwelle überwunden und ein Machbarkeitsassessment passiert – auf dem weiteren Weg hat es in jedweder Hinsicht so herausragend performt, dass der Griff zur Kamera die einzig logische Konsequenz blieb.

Darf ich also vorstellen? Leinsaat-Karotten-Ecken mit Quark – ein neuer Frühstücksfavorit! Im Original nach Marta Ullmann sind es Chia- statt Leinsamen und Skyr statt Quark, aber ich habe mir – Stichwort Machbarkeit – kleinere Anpassungen an meine Vorratslage erlaubt. Weitere Adaptionen hat es hinsichtlich des Zeitplans gegeben, weil ich morgens ungern zwei Stunden auf mein Frühstück warte. Dem Ergebnis hat es offenbar nicht geschadet – denn das leistet alles, was ein Brötchen leisten muss: Es ist knusprig, aromatisch, saftig, substanziell – und obendrein optisch allerhöchst ansehnlich! Darum: Fette Empfehlung!

Leinsaat-Karotten-Ecken mit Quark über Nacht

Gericht Brot & Brötchen, Frühstück
Vorbereitungszeit 8 Stunden
Zubereitungszeit 25 Minuten
Ruhezeit 12 Stunden
Portionen 8 Stück

ZUTATEN

QUELLSTÜCK

  • 18 g Leinsaat original: Chiasamen
  • 15 g Haferflocken blütenzart
  • 90 g Wasser kalt, original: 110 g

HAUPTTEIG

  • 50 g Karotten original: 40 g
  • Quellstück
  • 175 g Dinkelmehl T 630
  • 93 g Dinkelvollkornmehl
  • 50 g Wasser original: 90 g
  • 60 g Quark
  • 100 g Anstellgut vom Weizensauer hier à 81% Hydration, also: 45 g Wasser zu 55 g Weizenvollkornmehl; original: 40 g Lievito Madre + 0,4 g Hefe
  • 6 g Ahornsirup original: Dattelsüße oder Honig
  • 7 g Öl
  • 7 g Salz

AUSSERDEM

  • Haferflocken zum Arbeiten

SO GEHT’S

  1. Für das Quellstück, alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und abgedeckt für ca. 4 – 8 Stunden den Kühlschrank stellen. Eine Stunde vor dem Kneten herausnehmen und bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen.
  2. Für den Hauptteig Karotte schälen und fein raspeln. Mit den übrigen Zutaten in der Schüssel des Knetes mischen und auf niedriger Stufe 8–10 Minuten kneten.
  3. Den Teig abgedeckt zwei Stunden bei Raumtemperatur ruhen und anspringen lassen, dabei in der ersten Stunde alle 20 Minuten dehnen und falten.
  4. Ein Stück Backpapier mit Haferflocken ausstreuen und den Teig darauf stürzen und in den Haferflocken wenden. Zu einem Quadrat oder Rechteck ausziehen und in vier Teile teilen. Diese diagonal halbieren. Abgedeckt (ich setze Teiglinge gern auf ein Backblech und decke das Ganze mit der umgedrehten Fettpfanne ab. Passt in die meisten Kühlschränke – oder draußen auf den kühlen Balkon) über Nacht in den Kühlschrank stellen (wahlweise: den nicht zu warmen Balkon).
  5. Anderntags Brötchen aus der kühlen Gare holen und bei Raumtemperatur stehen lassen, während der Ofen vorheizt. Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Brötchen einschneiden, einschießen und unter Schwaden fallend auf 230 °C 10 Minuten backen. Dampf ablassen und weitere zehn Minuten backen.

NOTIZEN

Original nach Marta Ullmann: Mein Dinkel-Backkurs, hier via Valentinas Kochbuch

CategoriesAllgemein
  1. Ulrike says:

    Fun Fact, die reizen mich auch nach deiner Abwandlung immer noch nicht😅
    Wir fahren derzeit auf das Dinkell-Sauerteigbrot Tartine style ab. Geschmäcker sind halt unterschiedlich
    LG Ulrike

    1. Liebe Ulrike, oh ja – den Effekt kenne ich! Aber das ist ja das Schöne: Ein*e jede*r nach ihrer/seiner Façon! Dass das Tartine-Brot toll ist, glaube ich sofort: ein hiesiger Bäcker verkauft etwas Ähnliches und wir lieben es sehr. Leider habe ich selbst im Moment nicht die Kapazitäten, selbst Hand anzulegen…
      Herzlich: Charlotte

    1. … und allein das – auf diese Weise mal wieder von Dir zu lesen – war das Posten wert 🤩! Ich hoffe, es geht Dir gut? Und genauso sehr hoffe ich natürlich, dass Dir/Euch die Brötchen gefallen!
      Sehr herzlich: Charlotte

  2. Lotte says:

    Brötchenrezept mit dem Satz „Am Backtag zwei Stunden gehen lassen“ werden bei mir sofort aussortiert – wer hält das bitte für eine gute Idee?
    Ohnehin fremdel ich zunehmend mit Zeitangabeb in Brot/Brötchenrezepten, entweder man muss bis Mitternacht wach bleiben oder vormittags zu Hause sein. Für mich aktuell nicht praktikabel. So werden es die immer gleichen gutmütigen Kastenbrote 🤷‍♀️

    Diesen hier geb ich mal eine Chance, deiner Fürsprache sei dank 🙂

    Viele Grüße
    Die andere Charlotte

    1. Schwester im Geiste – comme toujours 🙂! Hier reicht es zwar nicht einmal mehr zu Kastenbroten, aber A) hat Monsieur einen SEHR guten Bäcker am Arbeitsweg und B) gibt’s dafür jedes WE frische Gebäcke, die morgens nur noch in den Ofen müssen. Wie Du sagst: alles andere ist Quatsch!
      Sehr herzlich: Charlotte

  3. hilde says:

    Hallo, ich habe die Brötchen nachgebacken, sehen sehr gut aus, nur der Geschmack ist nicht so ganz der unsere. Wir finden sie zu trocken, wir bringen sie nicht aus dem Mund.
    Gruß Hilde

    1. Liebe Hilde,
      hab vielen Dank, dass Du dem Rezept eine Chance gegeben hast & Deine Rückmeldung dazu. Es tut mir leid, dass die Brötchen nicht Euren Erwartungen entsprochen haben. In der Tat gibt es „saftigere“ Brötchen als diese, da Dinkel schnell ins Trockene tendiert. Ich mag sie trotzdem – aber da sind Geschmäcker bekanntlich verschieden.
      Herzlich: Charlotte

  4. Schön von Dir mal wieder zu lesen, auch wenn ich nicht die Bäckerin bei uns zuhause bin. Aber vielleicht bekomme ich ihn dazu, die Brötchen mal auszuprobieren… Beim nächsten Kochrezept bin ich dann wieder dabei. Herzliche Grüße, Manuela

    1. Liebe Manuela – dito! Ich schaue immer wieder mal bei Dir vorbei und bin beeindruckt, was Du alles an der Nähmaschine herbringst, derweil ich buchstäblich kleinste Brötchen backe… 😅.
      Bis dahin: Herzlichste Grüße!
      Charlotte

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