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Le gâteau marbré chocolat-vanille de Yann Couvreur – oder: Das Marmorkuchenideal

Gâteau marbré à la pralinoise de Yann Couvreur | milchmädchen.

Meine Damen und Herren, darf ich vorstellen? Marmorkuchen.
Nein – nicht, was Sie jetzt denken; mitnichten speise ich Sie hier mit einem dieser trocken-pappigen Gebäcke von gemeinen Kindergeburtstagstafeln ab.

Vielmehr handelt sich bei diesem Exemplar um die Ur-, ja: die Reinform dieserlei Art Backwerks – das, was einst Platon seinen Höhlenmenschen zu vermitteln suchte, als er von der echten Welt jenseits des Schattenspiels sprach: So kann, so muss Marmorkuchen sein – alles andere ist billiger Tand! Vielleicht hilft der französische Originaltitel in dieser Hinsicht weiter: Le gâteau marbré chocolat-vanille de Yann Couvreur. Meine Damen, meine Herren – wie klingt das? Ahnen Sie, worauf ich hinauswill?

Da wäre einerseits der wirklich feine Geschmack im Innern, der ein bisschen schokoladig ist, ein wenig vanillig, und der mit der leichten Salznote aus der mit Haselnusskrokant versehenen Schokoladenummantelung harmoniert. Zum anderen hätten wir es mit der idealen Textur zu tun: weich und flaumig und trotzdem mit ausreichend Stand, dass es einem das gute Zeug nicht schon beim bloßen Zerteilen zerbröselt.

Ich rate Ihnen: Fassen Sie sich ein Herz, nehmen Sie sich Zeit und backen Sie. Es soll Ihr Schaden nicht sein. Und danke, Hannah, fürs Stupsen!

Marmorkuchen nach Yann Couvreur

Gericht Kuchen & Konsorten
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde 10 Minuten
Portionen 1 Kastenform (20 cm)

ZUTATEN

TEIG

  • 145 g Butter
  • 3 g Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 200 g Zucker
  • 95 g Ei hier: 1 Ei Gr. L + 1 Ei Gr. S
  • 200 g Sahne
  • 200 g Weizenmehl T 550
  • 4 g Backpulver
  • 25 g Kakaopulver

ZUM TRÄNKEN

  • 15 g Rum

HASELNUSSKROKANT

  • 22 g Haselnüsse gehackt
  • 22 g Zucker
  • ¼ TL Butter
  • 1 Prise Salz

GLASUR

  • 150 g Schokolade hier: 70 % Kakaoanteil
  • 18 g Pflanzenöl
  • 45 g Haselnusskrokant s. oben

SO GEHT’S

  1. Ofen auf 150°C Umluft vorheizen. Eine kleine Kastenform (20 cm) mit Backpapier auskleiden.
  2. In einer Schüssel weiche Butter mit Salz, Zucker und Vanilleextrakt einige Minuten hellcremig aufschlagen. Eier zugeben und einige Minuten unterschlagen. Sahne zugeben und unterrühren. Mehl und Backpulver darübersieben und vorsichtig unterheben, sodass die Masse homogen ist.
  3. Ca. 465 g der Masse unregelmäßig in die vorbereitete Form klecksen. Kakao über übrigen Teig sieben und vorsichtig unterheben. Kakaomasse ebenfalls in die Form klecksen.

  4. Im Ofen bei 150°C Umluft 70 Minuten backen (Stäbchenprobe). Herausholen, auf ein Kuchengitter setzen und mit Rum bestreichen. Vollständig auskühlen lassen.
  5. Für den Haselnusskrokant Zucker in einem kleinen Topf über mittlerer Hitze ohne Rühren schmelzen. Butter und Salz zugeben, schmelzen lassen, dann die Haselnüsse zugeben. Rasch verrühren und die Masse auf ein Backpapier geben. Mit einer zweiten Lage Backpapier abdecken und noch heiß mithilfe eines Nudelholzes möglichst dünn ausrollen. Auskühlen lassen. Anschließend hacken oder in einem Alleszerkleinerer häckseln.

  6. Für die Glasur Schokolade über einem Wasserbad schmelzen. Öl zugeben, unterrühren, außerdem den Haselnusskrokant.

  7. Kuchen auf dem Gitter über einen Teller o. Ä. stellen und mit der noch warmen Glasur überziehen. Trocknen lassen. Die aufgefangenen Reste der Glasur können im Kühlschrank gelagert werden und für andere Glausuren verwendet werden.

NOTIZEN

Kuchen nach Yann Couvreur via C’est ma fournée, Haselnusskrokant nach Lecker.de

Gâteau marbré à la pralinoise de Yann Couvreur | milchmädchen.
Gâteau marbré à la pralinoise de Yann Couvreur | milchmädchen.

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  1. Hannah says:

    Oh, Charlotte, da stupse ich doch gerne und der Kuchen sieht nicht nur toll aus, sondern liest sich auch sooo lecker! Den gibt’s definitiv am Wochenende! Du hörst sicher die Glocken klingen, wenn wir ihn genüsslich verspeisen. Danke, Danke!
    Liebe Grüße von Hannah

      1. Hannah says:

        Liebe Charlotte – logo kommt mein Bericht – das ist Eherensache! Allerdings gibt es nicht viel zu sagen außer: Dieser Kuchen ist fantastisch!
        Solche Rezepte sind es, die mich darauf gebracht haben, dass ich Rührkuchen doch mag, sehr gerne sogar, weil Rührkuchen muss nicht trocken sein, sondern genaus so!
        Sonntägliche Grüße von Hannah

        1. Hannah – das freut mich! Nachdem ich gerade ein todsicheres Rhabarberkuchenrezept versemmelt habe (never change a running system!), hätte ich auch gern ein Stück von diesem Träumchen… #seuff
          Herzlich: Charlotte

          1. Hannah says:

            oje, das ist gemein! Schicke euch zwei dicke Stückchen rüber! Aber sag – es ist nicht das Rhabarberkuchenrezept auf deinem Blog??? Das habe ich mir nämlich auch schon vorgemerkt und wenn du nun berichtest, dass es versemmelbar ist?! Apropos Semmeln- gibt’s am Mittwoch wieder welche von deinen… Ich berichte 😉
            Herzliche Grüße von Hannah

  2. Christina says:

    Mit.Haselnusskrokant.versehene.Schokoladenummantelung. Wie gut das klingt! Ich mag Marmorkuchen sehr gerne. Aber, das merke ich gerade, leider ist er bei mir zu so einer Art Notlösung verkommen, wenn´s mal ganz schnell gehen muss (ich backe dann tatsächlich auch nach einem Rezept, bei dem man einfach alles zusammen in eine Schüssel schmeißt und die Küchenmaschine 5 Minuten ackern lässt, für Kindergeburtstage und bevor man gar nichts zum Kaffee hat ok, aber das war´s auch schon). Ein Frevel, jetzt, wo ich diesen Kuchen hier sehe und lese! Und das Muster ist Dir übrigens sehr schön geglückt.

  3. Sabine says:

    Liebe Charlotte,
    ich habe Marmorkuchen schon immer geliebt und wenn heute in der Konditorei über den Torten ein solcher thront, ziehe ich ihn immer noch vor (und werde erstaunlich selten von der Qualität enttäuscht). Dieses Rezept ist aber bestimmt der beste, den ich je gegessen habe! Schon der Teig hatte irgendwie eine besondere Konsistenz. Mehr Marmorkuchen geht nicht.
    Viele Grüße,
    Sabine

    1. Oh, Sabine, das freut mich, dass das Rezept sogar eine Expertin wie dich überzeugt! In Sachen Pâtisserie sind Franzosen halt nach wie vor Maßstab…
      Herzlich: Charlotte

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