Was vom Feste übrig blieb: Outakes II

Tanja Grandits' Miso-Hollandaise | milchmädchen.

Stichwort Schrankleichen: Auf meiner Festplatte lagern inzwischen auch wieder zwei oder drei. Und weil man die Aufbraucherei durchaus genreübergreifend betreiben kann, serviere ich hiermit: Reste.

Bon appétit!

Knapp vorbei…

… ist auch daneben:

  1. Verunfallte Pariser Gnocchi und the-one-and-only-Bärlauchsauce plus Erbsen. Spontane Resteküche und dafür gut. Mehr nicht.
  2. Erbsen, Buchweizen und Miso-Hollandaise nach Tanja Grandits. Die Hollandaise: ein Gedicht! Der Rest: lecker! Alles zusammen: … . Vielleicht funktioniert’s mit hellem Miso besser?
  3. Wasabi-Mousse mit Kokosbaiser – mein Versuch, alles Wasabi auf einmal aufzubrauchen. Hat geklappt. Allerdings war das Ergebnis nichts, was man veröffentlichen wollte.
  4. Grünes Linsencurry mit Spinat, Bärlauch und Koriander-Falafel nach Tanja Grandits. Sehr lecker – bloß die Falafel wollten überhaupt nicht. Ich hab’s zweimal versucht und bin zweimal gescheitert. Das wird nur noch mit bewährter Vorlage gemacht!
  5. Fudge Ripple Ice Cream. Hach! Aber die Konsistenz… . Ich. Brauche. Eine. Eismaschine – Herrschaftszeiten!
  6. Süßkartoffel-Pakoras, Kardamom-Linsen-Dal, Süßkartoffel-Mangopüree nach Tanja Grandits. Gäste begeistert, Köchin zufrieden, Fotos… schwamm drüber.
  7. Puddingtwister nach Maik Schacht. Schnell verquirlt, geschmacklich nicht schlecht. Zu wenig für den Blog – desolée!

Hohe Erwartung, tiefe Enttäuschung

  1. Erdbeer-Gazpacho nach Daniel Humm. Ich hatte nach der formidablen Minestrone mit einer Gazpacho-Epiphanie gerechnet. War’s nicht – nicht mal annähernd. Viel Arbeit für nichts.
  2. Momofuku Carrot Layer Cake with Pumpkin Ganache. Viel zu süß, viel zu wenig raffiniert. Eva, ich fürchte, nach all den Hermés bin ich für Profaneres verloren. Schade um das Milchpulver, das seitdem bei mir rumsteht.
  3. Orangenblüten-gebeizter Lachs mit Karottenpickles im Reisblatt nach Tanja Grandits. Merke: Orangenschale ist kein Ersatz für Orangenblüten. Hmpf.
  4. Schokobaguette. Ja. Ich weiß. Nächtes.
  5. Thai Chicken Pizza. Die Sauce: super. Bloß nicht auf Pizza.
  6. Schokocrossaints. Drei Touren, nicht so-viele-wie-möglich. Wer lesen kann
  7. Hühnerbrust im Quarkteig mit Tomaten-Lauchfüllung an Schmorkarotten und Bärlauchsauce. Das Henderl war zu trocken und die Füllung generell nicht unser Fall. Der Rest – siehe oben – to die for!
  8. Asiatische Hühnersuppe. Farblos – nicht nur optisch.

Lecker – und unfotogen

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11 x Meinung

  1. Ohne Hemmungen, hörst Du, so ganz ohne Hemmungen, würde ich jeden dieser Teller… und nach dem ausschlecken würde ich mir so manchen dann auch noch in den Geschirrschrank stellen und nicht mehr herausrücken.

  2. Schlimm, diese Eitelkeit, gell? Aber dann weiß ich wenigstens, wen ich beim nächsten "Ganz-ok-aber-irgendwie-irgendwie-fehlt-noch-was"-Essen anrufen kann. In erster Instanz, um zu fragen, was ich noch drehen kann, in zweiterer um Dich zum Aufessen einzuladen… schönen Sonntag!

    Und über die Teller reden wir nochmal…

  3. Wasabi-Mousse mit Kokosbaiser? Schokobaguette? Wow, das übersteigt meinen Mut. 😀 Den Rest hätte ich mit Handkuss genommen bzw. gerne probiert, unhübsche Fotos hin oder her.

    Was hat dich denn an der Miso-Hollandaise gestört? Die Farbe oder der (wahrscheinlich durch das dunkle Miso recht dominante) Geschmack?

  4. Oh, DIR ist was zu krass? Krass :)!
    Dabei waren Mousse und Baguette gar nicht mal soo schlecht. Bei allem fehlte allerdings das certain something: Es war ok, aber nicht so gut, dass ich's wieder machen würde – und das ist eben Ausschlusskriterium für den Blog (wobei man da beim einem oder anderen Post BEIDE Augen SEHR FEST zudrücken müsste…).
    Die Hollandaise war klasse – aber viel zu kräftig für die übrigen Komponenten. Wiegesagt: Eine mildere Variante wäre da vermutlich deutlich gewinnbringender gewesen – stand bloß net dabei….

  5. Ich sitze gerade an einem Post über ein Erdbeer-Holundersüppchen mit Grießklößchen. Schrecklich unfotogen. Aber doch so lecker, dass ich es bloggen möchte. Ich habe beschlossen, meine Eitelkeit über Bord zu werfen. Für meine Leser!
    Darum möchte ich dich auch bitten, ich hätte schrecklich gern das Rezept für die Burger (und das Foto ist doch eh gut?!)! Das Polenta-Bild find ich übrigens ganz schön, aber ich bin ja auch nicht DIE große Foodfotografin. Trotzdem, das Bild hat für mich so eine ehrliche Ausstrahlung. Essen, wie es gegessen wird. Und das ist auch gut so.

    Trotzdem, dein "Entrümpeln" und das von Micha, das ist irgendwie ansteckend. Ich glaube, die hässlichen Bilder werd ich trotzdem auf meinem Blog lassen, so lang sie nur hässlich . Rezepte, von denen ich inzwischen nicht mehr überzeugt bin (muss mal sehen, ob es welche gibt, mit Sicherheit), fliegen aber raus.

    Hab einen schönen Rest vom Sonntag!

  6. Wer weiß, vielleicht gibt's die Knaller-mit-ohne-ordentlichem-Bild irgendwann nochmal als Solo-Post – NACHDEM ich sie nochmal verfertigt und abfotografiert habe. Weil ich aber ein relativ gutes Geschmacksgedächtnis verfüge und mich anhand von Fotos sehr gut erinnere, ob eine Sache gelungen war oder eben nicht, versuche ich mich durch eine manchmal vielleicht überhohe Pubilkationshürde vor diesem ätzendenden "Ach-mist-war-Mist-jetzt-fällt's-mir-wieder-ein"-Moment zu bewahren.
    Die Burger-Zutatenliste liest sich so:

    Zutaten für vier Burger
    250g Räuchertofu
    4 Scheiben Käse (Bergkäse o. Camembert passen gut)
    80g Sauerkraut
    1 Tomate
    4 Blätter Blattsalat
    4 Bretzel Buns

    CREME
    2 EL Senf
    1 EL Ketchup
    2 EL Joghurt

    Und: Erdbeer-Holundersuppe klingt super!

    Dir auch!

  7. Du sprichst mir, wie meist, aus der Seele, wobei ich gerade dabei bin, mich von den übersteigerten Ansprüchen an mich selbst zu befreien. Und das tut soo gut, kann ich nur empfehlen. 🙂
    Auf meiner "Halde" lagert ein ähnlicher Haufen aus ähnlichen Gründen Unverbloggtes. Wer weiß, vielleicht nehme ich deinen Mut zum Anlass, ihn auch mal ans Tageslicht zu zerren. Danke!

  8. Und Du hast – wie meist – sehr recht. Ich weiß das. Oft klappt das sogar und ich verblogge The Real Deal auch ohne brauchare Bilder. Aber dafür muss ein Essen schon extrem gut geworden sein – "nett" reicht mir nicht. Denn ich finde nichts schöner, als durch den eigenen Blog zu blättern und sich zu erinnern und zu denken: "Oh, das war lecker… und das… und DAS!" "Nett" stört da nur… 😉

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