When shall we three meet again: Udon, selbstgemacht, Brühe & Rinderbällchen

Banana Yoshimoto ist schuld. Genauer: Banana Yoshimotos Kitchen*. In Kitchen schreibt Banana Yoshimoto nämlich von dicken Udon und feinen Soba, von dunklen Brühen und dampfenden Schüsseln und das alles so unheimlich köstlich, dass ich mit vierzehn einen Teil meines Herzens verlor (… uuuh!). An Udon und Brühen, Soba und alles, was entfernt an Teigwaren aus Asien erinnert.

Ich kaufte mir dereinst also ein Heftchen, das „Leckere Asiatische Nudelgerichte“* heißt – um daraus so gut wie nichts zu kochen. In unserem Städtchen gab es seinerzeit schließlich weder einen Asialaden noch in meiner Familie entsprechenden Enthusiasmus.

Ich zog aus und vergaß das Büchlein. Um zwei Umzüge und einige zusammenhanglose asiatische Geschmackserlebnisse später in der von außen unscheinbaren Küche eines Vietnamesen zu landen: Nudelgerichte in dampfenden Schüssel ohne einen Hauch von Glutamat. Dafür mit einer Armada von Aromen, von denen ich noch nächtelang träumte.

BÄM – da war sie wieder, meine Nudelliebe aus Fernost! Bestärkt von den Bildern, die mein Kerl aus China mitbrachte, und befeuert von Visionen wie diesen.
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Mmmh… Milchreis! – the only-and-one

In manchen Dingen bin ich manisch.
Beispiel?
Klassische Musik: Erweckungserlebnis Orchester mit 15, jahrelang mindestens zwei Stunden am Tag gespielt. Beethoven, Brahms, die fette Sinfonik – stapelweise aus der Bücherei. Später Oper, Lieder, Kammermusik, studiert, organisiert, besprochen – und dann?
Aus und vorbei – über Nacht.

Gut – das ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, gute Musik fasziniert mich schließlich nach wie vor. Bloß täglich damit zu tun haben möcht’ ich nicht mehr (außer auf meinem Noten-Schnippel-Brettchen vielleicht).

Anderes Beispiel – Nahrungsmittel: Schoko-Doppelkekse mit Dinkel, Joghurt mit Körnern und Feigen und Pflaumen, Ofenpfannkuchen, Roastbeef, Birnen, Milchreis, Grießbrei, Pudding und Schokolade von Lindt – (wieder-)gefunden, gekauft, -kocht, -gessen – so ausdauernd lange, bis es wirklich überhaupt gar nicht mehr mochte.
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(T)olle Ka(ra)mellen: Schoko-Cookies mit Karamellkern

Lange war ich der Meinung, kein Karamell* zu mögen. Und: keinen Karneval. Was nicht heißt, dass es nicht Zeiten gegeben haben soll, in denen mich Karamell – vor allem in Kombination mit Straßenkarneval – in ungetrübtes Entzücken versetzen konnte.

Das waren Zeiten, in denen wir im Dunstkreis der entsprechenden Hochburgen zu Hause waren und einmal im Jahr an den Straßenrändern standen. Verpackt als Piratenprinzesinnenindianerzigeunerinnen – und bewaffnet mit vielen großen Beuteln.

Was mit dem Inhalt dieser Beutel passiert ist, weiß ich allerdings nicht mehr. Dass wir das alles tatsächlich alleine aufgegessen haben sollen, kann ich mir einfach nicht vorstellen…
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