Von Lerchen und Eulen und einer kleinen Vogelhochzeit mit Giraffenbrötchen

Ich bin das, was in Fachkreisen „Lerche“ heißt: Wecker um sechs? Kein Ding. Instantan aufstehen? Macht mir nix! In die Vollen? So ab sieben. Und nach 18 Uhr? Äääh… .

Klar: Am Wochenende habe ich nix gegen ’ne Extraportion Kissen und Sonderschichten im Bett. Wenn. Ja, wenn. Freund Biorhythmus nicht wär‘. Den hab‘ ich nämlich auch – millisekundengenau. Und lauter als jeder Wecker.

Wir haben also unsere sieben, acht Stunden geschlafen? Vorher nichts Großes gemacht? Ja, prima! Dann bitte: „Aufstehen! Haaallo! Ich bin waa-hach…!“
Ich denke, es ist nicht ganz falsch, es sich so vorzustellen, wie es sein wird, Kinder zu haben. Nur, dass die serienmäßig mit den Sonderausstattungen Decke-wegziehen und Matratzentranpolin kommen. Welche Freude wird das sein!
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Ich rate zu: Rhabarber-Kokos-Konfitüre

Kommt er Euch schon zu den Ohren raus? In Sachen Rhabarber kenne ich ja nix! Es ist eigentlich sogar ziemlich erstaunlich, dass dies erst das dritte Rhabarberrezept ist, das hier über die Theke geht. Rhabarber ist schließlich eins dieser Obste Gemüse, die ich so heiß und innig liebe, dass ich – so denn Saison – ganze Jahresernten vertilge, damit es mir die nächsten dreihundert Tage reicht.

Beim letzten Einkauf war ich trotzdem ein bisschen überoptimistisch, als locker ein Pfund durch die Kasse ging: 175 Gramm im Kuchen, 125 in der Sauce – und wohin jetzt mit den übrigen 250?
Nach dem Putzen waren’s gleich nur noch 200. Ich stierte auf die Stängelchen. ‚N Marmelädchen wäre nett. Aber aus 200 Gramm? Irgendwie… popelig.
Außerdem stand da immer noch dieses halbe Portiönchen Kokosmilch. Und vom Gelierzucker gab’s nur einen traurigen Rest… – HA!
War da nicht jüngst dieser fantastische Einfall, Kürbis und Kokos gemeinsam in ein Schraubglas zu kochen? Der Knüller! Warum also nicht… Kokos und Rhabarber?!

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Asia on mind: Salade viêtnamienne

Es gibt hier diesen Vietnamesen. Klein, unscheinbar, zwischen einen Pizza- und einen Sushistraßenverkauf gequetscht. Wer es nicht besser weiß, läuft d’ran vorbei.

Besser nicht: Dieser Vietnamese pfeift auf Mononatriumglutamat und Hühnchen süßsauer. Dieser Vietnamese verkauft feine Reispapierrollen und Phở, vorzügliche Curries – und diese Salate: Geschichtet auf ein großes Nest Reisnudeln gibt es Eisbergstreifen und Gurken, Möhrenraspeln, manchmal Sprossen, und auf jeden Fall: gehackte Erdnüsse. Man kann Hühnchen dazu bekommen, fein mariniertes Rindfleisch oder Tofu. Und immer: Nước chấm.

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