Kochen ohne kochen: Šaltibarščiai – Litauische Rote-Bete-Kaltschale mit Buttermilch, Kartoffeln, Ei und Dill

Saltibarsciai | milchmädchen

Manchmal habe ich einfach keine Lust – zu kochen oder mir auch nur Gedanken zu machen, was es abends zu essen geben könnte. Es sind Tage, an denen der Muße keine Pinteresterei auf die Sprünge hilft und auch kein Kochbuchwälzen. Tage, an denen ich ernsthaft Tiefkühlpizza erwäge, Takeaway oder Döner – Dinge, die es bei uns aus Gründen normalerweise nicht zur Debatte stehen. Wenn ich Glück habe, springt in solchen Momenten der Kerl ein und flöht sein Rezeptrepertoire – manchmal essen wir auch einfach trocken Brot.

Vielleicht sind das die Tage, an denen es in Zukunft Šaltibarščiai gibt. Seit ich bei Mel Stevan Pauls Version der litauischen kalten Rote-Bete-Suppe entdeckt habe, bin ich entzückt: So schön (rosa)! So fein! Und noch viel schneller gemacht! Alles, was es braucht, sind ein Pürierstab, Buttermilch und eingelegte Bete (sowie zwei, drei Ingredienzen mehr, s. u.). Traum! Sowie: #gutbeihitze. Könnte ja nochmal relevant werden…

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Here comes the sun: Gathered Sundress

Gathered Sundress | milchmädchen.

Vier Euro. Das ist alles, was mich dieses Kleid gekostet hat. Bezahlt habe ich sie für den Reißverschluss (in den ich zusätzliche Nerven investieren musste, nachdem ich den Zipper etwas zu schwungvoll über das gekürzte und noch ungestoppte Ende gezogen hatte, aber das ist eine andere Geschichte) – alles andere war schon da. Sämtliche vernähte Stoffe sind Reste, die ich teilweise (= gelb & gelb) von meiner Mutter übernommen habe und die gut und gerne 20 Jahre alt sind.

Auch der Schnitt ist nicht neu: Ein Exemplar mit blauen Längsstreifen nähte ich 2018 und eines mit roten im Jahr zuvor. Und nachdem das Thermometer vergangene Woche einfach nicht mehr zurück unter die 30-Grad-Marke fallen wollte, war klar, dass der Kleiderschrank auch 2019 eins braucht: Mit insgesamt drei Kleidern und einer Freizeit-only-Shorts kommt man hitzesommers vor allem im Büro nicht weit. Die heurige Edition trägt die (rosa) Streifen innen, denn das Futter besteht ich aus Überbleibseln der zweiten Carme-Blouse. Von den Resten einer anderen Bluse zweigte ich den roten Oberstoff ab, ebenso den orange-gelben Taillengürtel.

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Sommer – satt: Philadelphia Roll Sushi Bowl

Philadelphia Roll Sushi Bowl | milchmädchen.

Was der Frischkäse hier verloren hat oder wie das Dressing zu seinem Namen kam: fragt nicht. Scheint was Amerikanisches zu sein; jedenfalls lassen das die Erläuterungen im Original vermuten.

Fakt ist: Es schmeckt – sehr (und macht dank Avocado, Lachs, besagtem Frischkäse und Mayonnaise auch sehr, sehr satt, aber das nur am Rande). Und weil das große Poké-Smoothie-Buddha-Bowlen eigentlich schon wieder vorbei ist und meine letzte Sushi-Sause ganz schön lange her (Stichwort „Entstaubte Klassiker“), lasse ich diese sommerliche Schüssel einfach mal da.

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Sitzt, wackelt und hat Luft: Tunika Elle von Elle Puls

Tunika Elle | milchmädchen.
Tunika Elle | milchmädchen.
Tunika Elle | milchmädchen.
Tunika Elle | milchmädchen.

Vielleicht hätte es auch ’ne Nummer kleiner getan: Jenseits des Rückens habe ich eher mit zu viel als mit zu wenig Stoff zu tun. Aber: Hallo-ho – der Rücken sitzt! Wie er soll! Und das ganz ohne Anpassungen! Überhaupt habe trage ich hier sozusagen das Probeteil, denn in Anbetracht der drölfzigtausend Schnittteile und Schritte hatte ich keine Lust, die Tunika zweimal zu nähen. Also, zumindest nicht einmal „zum Testen“ und einmal „richtig“. Darum auch die Größenwahl: Ich hatte den Bogen schon in 38 gedruckt und geklebt – um dann doch Schiss zu kriegen, ob hintenrum wieder zu eng sein würde, siehe Carme. Die habe ich zwischenzeitlich nämlich auch ein zweites Mal genäht – eine Größe größer und mit enormer Schultererweiterung, die ich hinterher wieder teilweise rausnehmen musste – nur, um festzustellen, dass der Schnitt einfach nicht meiner ist. Ja, sie sitzt so deutlich besser (s. u.) – aber so richtig super-duper halt auch nicht.

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One-Night-Stand: Sauerteig-Mischbrötchen über Nacht

Wenn es ein Rezept aus dem Stand ins Repertoire schafft – diese Brötchen gibt es bei uns seit Wochen wieder und wieder – dann muss es in den Blog, keine Diskussion.

Denn das Ergebnis ist zu gut: Mit minimalem Aufwand bekommt man herrlich knusprige, wunderbar grobporige und 1A-aromatische Frühstücksbrötchen, die sich mit allem vertragen, was sonst so am Tisch steht. Je länger man dem Teig die Kur im Kühlschrank gönnt, desto besser der Geschmack. Aber auch der One-Night-Stand (#schlechtewitzefindichspitze) ist geschmacklich so bemerkenswert, dass wir auf noch längeren Vorlauf meistens verzichten.

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