Einburgiges Zwei-Burgen-Roggen. Und anderes.

Ich weiß. Ich könnte jetzt sagen, dass es an meinem Rechner liegt, der seit Neuestem unkontrollierte Abstürze produziert und sich (noch) nicht (verlässlich) davon abbringen lässt. Ich könnte sagen, dass es ein Leben jenseits des Internets gibt. Dass „Lust“ für mich keine Konstante ist (und Mitteilungsbedürfnis non plus).

Das wäre alles nicht falsch – und vor allem: nicht neu (Überhaupt interessant, dass ich in diesen Phasen immer wieder Brot serviere. Oder Brötchen. Warum?).
Harren wir also der Dinge und warten, dass es wieder anders wird?
Ist es schon anders?

Da ist diese Unwucht. Ein, mein wohlbekanntes Mitbringsel von längeren Reisen. Dieses kantige Gefühl, das einen die Dinge, die man so gut kennt, die so durch und durch vertraut sind, nach Rückkehr neu betrachten lässt. Infrage stellen. Verändern?
Bloß, dass es selten so lange angehalten hat wie jetzt.

Aber wir waren beim Brot, seiner flaumigen Krume, knusprigen Kruste. Dem nussigen Geschmack, der prima zu Erdnussbutter und Marmelade passt. Oder zu Käse. Bis auf weiteres.

Zwei-Burgen-Roggen

für einen Laib à 775g
Gericht Brot & Brötchen
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 50 Minuten
Arbeitszeit 1 Stunde 10 Minuten
Portionen 1 Laib

ZUTATEN

SAUERTEIG

  • 10 g Anstellgut vom Roggensauer
  • 67 g Wasser
  • 84 g Roggenmehl T 1150

QUELLSTÜCK

  • 24 g Weizenvollkornmehl
  • 12 g Haferflocken blütenzart
  • 12 g Sechskornflocken kernig
  • 36 g Leinsaat
  • 36 g Sechskornmischung
  • 120 g Wasser

HAUPTTEIG

  • Sauerteig
  • 129 g Weizenmehl T 550
  • 129 g Weizenvollkornmehl
  • 65 g Roggenmehl T 1150
  • 9 g Salz
  • 3 g Trockenhefe hier: ohne
  • 7 g Zuckerrübensirup
  • 3 g Gerstenmalz hier: Malzkaffee oder ohne
  • 160 g Wasser
  • Quellstück
  • 5 g Olivenöl plus ggf. etwas mehr

SO GEHT'S

  1. Für den Sauerteig alle Zutaten in einer großen Schüssel homogen miteinander vermengen und abgedeckt 12-15 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen. Für das Quellstück alle Zutaten mit kochendem Wasser überbrühen und ebenfalls abgedeckt 12-15 Stunden quellen lassen.
  2. Für den endgültigen Teig alle Zutaten bis auf das Quellstück zehn Minuten miteinander verkneten (maschinell: fünf Minuten auf niedrigster Stufe, fünf Minuten auf mittlerer). Anschließend das Quellstück für nochmals fünf Minuten unterkneten, ganz zum Schluss fünf Gramm Olivenöl. Teig abgedeckt 90 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.
  3. Teig rundwirken und nochmals abgedeckt 30 Minuten zur Gare stellen. Backstein im Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Teigling langwirken und – falls er dabei zu sehr klebt – mit etwas Öl einreiben. Mit dem Schluss nach oben in ein bemehltes Gärkörbchen legen und 30 Minuten zur Gare stellen.
  5. Teigling längs einschneiden, einschießen, schwaden. Zehn Minuten bei 250°C backen, dann Dampf auslassen, und langsam fallend auf 190°C 40 Minuten lang fertig backen. Klopftest.

NOTIZEN

frei nach Plötzblog/Suas

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8 Kommentare

  1. Och Mensch. Ich hatte mich schon ein wenig über dein Abtauchen gewundert und gehofft, dass es dir zumindest in Wirklichkeit gut geht. Bitte weitermachen!!! 🙂
    Ganz liebe Grüße,
    Eva
    Ach, und das Brot sieht himmlisch aus!

  2. Ich versteh Blog-Abstinenzen total. Da sind wir uns mal wieder ähnlich. 😉 Aber ich freu mich immer sehr, von dir zu lesen!
    und über dein Brot freu ich mich auch. Bei den Bildern läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ich muss echt mal Sauerteig ansetzen…

    Liebe Grüße
    Charlotte

  3. Doch, doch, alles gut. Diese regelmäßigen Nullrunden gehören (für mich) offenbar dazu. Von Aufhören soll keine Rede sein ;)!
    Was das Brot angeht: Das schaut nicht nur so aus, sondern schmeckt auch so. Sogar so gut, dass ich's binnen einer Woche gleich zweimal aus dem Ofen gezogen habe…

  4. Ich glaube, ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass all diese Gemeinsamkeiten langsam gruselig werden… 😉
    So oder so: Oh ja, unbedingt! So ein blubbernder Untermieter im Kühlschrank ist der Kracher!

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