Ein Wort zum Sonntag: Einfache Joghurtbrötchen

Während ich dies schreibe, ist es längst nicht mehr Sonntag und auch nicht mehr Morgen. Es ist Dienstagabend, kühl und grau.
Mit anderen Worten: Ich bin ‚raus.

Fragt nicht, wieso. Ich weiß es nicht.
Zu hohe Ansprüche? Vielleicht. Keine Muße? Auch. Von allem ein bisschen? Doch, schon – und von der schönen Vergleicheritis da hätte ich auch gern noch ein Stück.

(Fast) Allen anderen geht es doch so leicht von der Hand: Der 238.926. Kürbissuppenpost. Das prima Blogevent mit 103 Sponsoren. So ein toller Apfelkuchen. Und überhaupt ist die Welt nur schön.

Ich bin zynisch, verzeiht. Dabei mag ich diesen Blog (und viele, viele mehr). Ich mag es zu kochen, backen, Bilder davon zu machen.
Und trotzdem… ist der Weg hierher so weit.
In meinem Kopf.

Anderes liegt näher – auch wenn mir nichts ferner liegt.

Das ist nicht zu verstehen, ich weiß.
Ich arbeite d’ran.
Nehmt doch solange diese Brötchen. Sie schmecken.

Bis bald.

Joghurtbrötchen

Gericht Brot & Brötchen, Frühstück
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Arbeitszeit 25 Minuten
Portionen 4 Stück

ZUTATEN

  • 150 g Joghurt
  • 50 ml Wasser
  • 3 g Trockenhefe
  • 100 g Dinkelvollkornmehl
  • 90 g Weizenmehl T 550
  • 5 g Salz
  • 1 EL Leinsaat
  • 1 EL Sesam
  • Grieß

SO GEHT'S

  1. In einer Schüssel alle Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten. Abdecken und über Nacht bei Zimmertemperatur stehen lassen.

  2. Morgens den Ofen mit Backstein auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und etwas Grieß an den Stellen verteilen, auf denen die Teiglinge liegen sollen. Selbige vom Teig abstechen und aufs Backblech setzen.

  3. Sobald der Ofen heiß genug ist Brötchen unter Schwaden 15 Minuten goldbraun backen.

NOTIZEN

frei nach Hefe und mehr

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9 Kommentare

  1. Hey,
    ich klatsch gerade virtuell mit dir ab und sage dir von hier mal, dass ich dich sehr gut verstehe! Es geht oft nicht leicht von der Hand und das Leben tobt mal mehr und mal weniger heftig um uns rum und da gehen nicht alle anderen Dinge so einfach mit. Ich habe auch was gegen die Eierkuchen-Welt und merke oft, dass ich selber in meinen Posts ja auch nicht von meinem Scheißtag, sondern von meinem Super-Apfelkuchen erzähle, was hinterlässt das bei Anderen für einen Eindruck? Ich mein, ich weiß ja, dass nicht alles nur Friede-Freude- Apfelkuchen ist bei mir, aber die anderen…? Und dann die Resonanz, ist auch schwierig manchmal oder? Ich geb mir Mühe, habe schöne Bilder, tolle Rezepte und anderen fliegen die Leser so zu (so kommt es mit vor, bei Sponsoren ist es ähnlich, ja da spricht ein bisschen Neid…).
    Und nein, zynisch war das gar nicht. Ich freu mich über so ehrliche und gut geschriebene Worte.
    Ganz liebe Grüße, Christina

    Deine Brötchen merke ich mir und werde auch immer wieder schauen, wenn es bei dir wieder was gibt!

  2. Nö, ich versteh dich auch sehr gut. Aber hey, so ist das Leben. Und alle, die etwas anderes behaupten, dürfen einen Tag lang Ronald McDonald spielen gehen. Muss man jetzt auch nicht verstehen. 😉

  3. Hallo liebes Milchmädchen,

    tolles Beitrag auch wenn es jetzt kein verdammter Sonntag mehr ist, wo du dieses Brötchen postest – tschuldige meine Ausdrucksweise, aber ich kann es verstehen, irgendwie hab ich auch gerade eine kleine Phase erreicht, wo ich ein bisschen Zeit für mich brauch und erst dann wieder richtig zur Tat her schreiten werde, wenn ich mich ganz drauf einlassen kann. Ich meine, es ist nett wenn man liest, … ich verbringe meine Zeit vor dem Laptop anstelle vom TV-Gerät, ja toll – beeindruckt mich, aber diese Person hat wohl kein Privatleben, sprich keine bessere Hälfte, also ich muss sagen, man kann sich nicht immer auf den Blog, der ja wirklich viel Arbeit, Muse und Koch/Leidenschaft mit sich bringt… naja, eigentlich will ich nur sagen, man darf sich sehr wohl man auch ohne schlechtes Gewissen, mal eine Pause gönnen! Ich weiß auch, aufgrund meiner großen Lesebereitschaft für deinen Blog, dass es doch sehr aufwändig sein kann, solche tollen Posts zu gestalten!

    lg Netzchen

  4. Schwester im Geiste, hey, mir geht es auch soooo oft so. Vielleicht ist mein General (der innere Antreiber) nur etwas stärker. Ob das gut ist? Keine Anhnung, Kürbissuppe zu posten weigere ich mich jedenfalls. 😉
    Dein Brötchen sehen köstlichst aus. Willst du die nicht beim WBBD einreichen?
    Liebe Grüße,
    Eva

  5. Ach, alles halb so wild… Klar, ich habe auch immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht wenigstens einmal die Woche was poste, aber im Ernst: Mein Geld verdiene ich nicht damit, und das ist gut so. Ich will mein Hobby nicht zum Beruf machen – und wenn ich meinem Hobby mal zwei Wochen nicht nachgehe, dann ist das doch absolut meine Sache, oder? Insofern: High five, Bloggermüdigkeit ist ein offiziell anerkanntes Phänomen. Umso schöner, wenn man sich dann doch mal liest, und dank toller Tools bleiben alle auf dem Laufenden.

    Und darf ich dankbar sein, dass ich hier nicht den 239.401. Kürbissuppenpost lesen muss? Ich meine – langsam haben wir doch alle Rezepte dieser Welt durch, oder? *auchzynischbin* Die Brötchen nehm' ich, einmal mit allem drauf, bitte!

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