Ich rate zu: Rhabarber-Kokos-Konfitüre

Kommt er Euch schon zu den Ohren raus? In Sachen Rhabarber kenne ich ja nix! Es ist eigentlich sogar ziemlich erstaunlich, dass dies erst das dritte Rhabarberrezept ist, das hier über die Theke geht. Rhabarber ist schließlich eins dieser Obste Gemüse, die ich so heiß und innig liebe, dass ich – so denn Saison – ganze Jahresernten vertilge, damit es mir die nächsten dreihundert Tage reicht.

Beim letzten Einkauf war ich trotzdem ein bisschen überoptimistisch, als locker ein Pfund durch die Kasse ging: 175 Gramm im Kuchen, 125 in der Sauce – und wohin jetzt mit den übrigen 250?
Nach dem Putzen waren’s gleich nur noch 200. Ich stierte auf die Stängelchen. ‚N Marmelädchen wäre nett. Aber aus 200 Gramm? Irgendwie… popelig.
Außerdem stand da immer noch dieses halbe Portiönchen Kokosmilch. Und vom Gelierzucker gab’s nur einen traurigen Rest… – HA!
War da nicht jüngst dieser fantastische Einfall, Kürbis und Kokos gemeinsam in ein Schraubglas zu kochen? Der Knüller! Warum also nicht… Kokos und Rhabarber?!

Kinners, ich sage Euch: ein Traum! Kulinarische Eigeninitiativen bergen ja bisweilen manierliches Scheiterpotential. Wahlweise: echte Triumphe.
Das hier ist so einer: sämig-samtig und zart säuerlich – ein bisschen Rhabarber, ein Hauch Kokos – eine 1A-Aromenkombination!

Ich rate: Probiert’s aus!
Ich selbst muss jetzt leider los – einkaufen: „Ein Kilo Rhabarber, bitte…“

Rhabarber-Kokos-Konfitüre


Gericht Frühstück, Marmelade & Aufstrich
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Arbeitszeit 20 Minuten
Portionen 2 Gläser à 350 ml

ZUTATEN

  • 400 g Rhabarber
  • 200 ml Kokosmilch
  • 1 EL Limettensaft
  • 200 g Gelierzucker 2:1

SO GEHT'S

  1. Schraubgläser sterilisieren, z. B. 15 Minuten in kochendem Wasser. Eine Untertasse o. Ä. für die Gelierprobe ins Gefrierfach stellen.

  2. Rhabarber abspülen und trockentupfen. Die Enden kappen, schälen und in etwa ein bis zwei Zentimeter breite Stücke schneiden.
  3. In einem Topf zusammen mit der Kokosmilch erhitzen und auf kleiner Flamme weichkochen. Pürieren.

  4. Zucker und Limettensaft einrühren und alles fünf Minuten sprudeln kochen lassen. Gelierprobe machen.
  5. Wenn diese erfolgreich ist, die heiße Masse in die vorbereiteten Gläser füllen, fest zuschrauben und auf den Kopf stellen. Falls nicht, kurz weiterkochen und Gelierprobe wiederholen.
  6. Übrigens: Allzu fest wird das Ganze nicht – eher cremig. Wer das nicht mag, nimmt bis zu 400 g Gelierzucker.

NOTIZEN

inspiriert von feines gemüse

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12 Kommentare

  1. Guuuten Morgen,

    tja, du brauchst also nicht so viel vom Barbara-OBST *gg* der Schmäh rennt bei uns immer wenn jemand Rhabarber sagt 🙂
    also, ich hab auch jetzt nu ned all zu viele davon gemacht, aber ein heißer oder eher doch cooler Tipp für die Grillsaison Erdbeer-Rhabarbar-Prosecco, da schauen wir dann mal ob du nicht doch noch etwas öfters nach 1 kg Rhabarber lechztest *gg*

    LG Netzchen

    also meine Tante steht total auf Konfitüre/Marmelade, dh. du hast mir ein tolle Idee als Mitbringsel beschert!

  2. hi milchmädchen,

    sicher, geht auch mit Mineral, ich würde allerdings etwas nehmen wo ein bisschen Geschmack dabei wäre, so zum Beispiel Apfelschorle oder so oder Apfelcider, schmeckt dir der vielleicht??

    LG Netzchen

    P.S.: hab mich gerade selbst wieder mal auf eine Idee gebracht 🙂

  3. Das Scheitern kulinarischer Eigeninitiative kenne ich gut 😉 Rhabarber-Kokos tönt lecker! Wenn man das noch irgendwie schön färben könnte… Ich habe auch noch ein halbes Kilo liegen… mal sehen!

  4. Bei der geringen Dosierung wird der Hibiskusgeschmack völlig untergehen. In Apfelmus oder -kompott bemerkt man die Zugabe oft nur durch die Farbe und manchmal auch noch durch einen kleinen Hauch Säure. Dort verwende ich aber die doppelte oder dreifache Menge an Blüten. Bei saurem Rhabarber dürfte das ja auch kein Problem sein.

  5. Joaaaaa…. Sagen wir mal so: das Rhabarber-Kokos-Gemisch kann von Glück sagen, dass es wenigstens TEILWEISE in Gläser verschwinden durfte und nicht sofort komplett aus dem Topf weggelöffelt wurde. So gut! Habe noch Kokosraspeln untergerührt, weil mehr = besser, ne. 🙂

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